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Gibt es für uns Arbeiter-, Lohnabhängige im Kapitalismus Existenz Gerechtigkeit?

Migg Migg  •  2021-04-01  •    9 Kommentare
Bauarbeiter
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Antrags-Code: Vorschlag-2021-04-87

Während wir jeden Cent umdrehen müssen schwelgen Unternehmer, Finanzjongleure und Millionäre im Reichtum und verprassen unsere erarbeiteten Werte.

Gibt es für uns Arbeiter und Lohnabhängige im Kapitalismus Existenz Gerechtigkeit?

Viele meiner Arbeitskollegen und ich leiden schon lange daran, wenig Geld zu haben. Ursache ist die ungerechte Verteilung des Reichtums, den wir erarbeitet haben.

Während wir jeden Cent umdrehen müssen schwelgen Unternehmer, Finanzjongleure und Millionäre im Reichtum und verprassen unsere erarbeiteten Werte.

Warum ist das so?

Fast alle Antworten findest du in deiner Arbeitswelt.

Es gibt einige Sachen, die uns gar nicht bewusst sind, weil niemand darüber spricht.

Zum Beispiel, die Tatsache, dass wir Arbeiter/innen das Wertvollste in der Gesellschaft sind.

Warum?

Weil nur wir in der Lage sind, mit unserer Arbeitskraft die Gesellschaft am Leben zu erhalten. Ohne unsere Arbeitsleistung stirbt der Staat und die Gesellschaft.

Aber warum ist das so?

Nur wir können mit unserer Arbeitskraft aus Rohstoffen Holz, Metall, Stein usw., die uns die Natur zur Verfügung stellt, Existenznotwendige Dinge herstellen.

Dinge wie Häuser, Autos, Flugzeuge, Schiffe, Eisenbahnen, Kleidung, Lebensmittel, Möbel, Haushaltsmaschinen, Straßen, Fabriken usw.

Nur wir Arbeiter/innen beherrschen die Kunst der Produkt-Herstellung. Darum sind wir das wertvollste und wichtigste in der Gesellschaft.

Bewusst wird von Politikern und Wirtschaftsbonzen behauptet, dass unsere Handarbeit schmutzig sei – leider wird dies sogar unter unseres Gleichen behauptet. Diese Beschimpfungen erzeugen ein Gefühl von Minderwertigkeit. Viele von uns leiden darunter.

Warum?

Weil uns nicht bewusst ist, dass unsere Arbeit tausendmal wertvoller ist, als die eines Bankdirektor, Politiker oder Hausmakler. Denn wir sind das Herz und Gehirn der Gesellschaft und nicht die Direktoren, Beamten, Professoren oder Finanzeliten.

Ich denke, es gibt zwei wichtige Grundfragen, die wir beantworten sollten.

  1. Wenn ich das Herz und Gehirn der Gesellschaft bin, warum habe ich dann keine politische Macht?
  2. Was kann ich tun, um mich aus der „Umklammerung“ der „Minderwertigkeit“ zu befreien?

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  • JJK

    Zu 1: Streng genommen haben wir auch keine politische Macht, weil in einer repräsentativen Demokratie vor den Wahlen versprochen wird, was nach ihnen gebrochen wird. Es braucht eine echte Demokratisierung der Politik, und eine Demokratisierung der Wirtschaft. Wir könnten die Macht haben, wenn wir uns dazu entscheiden und gemeinsam dafür aufstehen! (Mit Widerstand der herrschenden Klasse ist zu rechnen; darum bedeutet Aufstehen mehr als nur samstags demonstrieren, nämlich mindestens Generalstreik und Straßenkampf, um nicht zu sagen: Revolution. Reförmchen reichen nicht.)
    Zu 2: Ein selbstbewusstes und eine kritisches Bewusstsein bilden. Kritisch lesen, kritisch vergleichen, sich mit Anderen austauschen, Verantwortung und Organisieren ausprobieren und trainieren ("Empowerment"), Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen und pflegen, gemeinsame alternative Projekte planen und umsetzen.

    • Migg
      Migg  •  Verfasser  •  2021-04-14 07:39:21

      Ja, Revolution ist notwendig. Reformen sind wie "Schrecken ohne Ende", Revolution ist wie ein "Ende mit Schrecken" :)
      Leider sind die objektiven gesellschaftlichen Bedingungen für eine Revolution oder Generalstreik noch nicht gegeben.
      Das heißt aber nicht, sich aufs Sofa zu setzten und solange zu warten, bis die Bedingungen vorhanden sind. Es ist notwendig, eine praktische Arbeit zu entwickeln um die Bedingungen zu ermöglichen. Z.B. Straßendiskussion in der Öffentlichkeit zu führen, oder Hausbesuche zu machen, ist eine Möglichkeit.
      Um das Gefühl der Minderwertigkeit zu beseitigen, benötigt man Klassenbewusstsein. Klassenbewusstsein kann man nur erlangen, wenn man fühlt und versteht, zur Arbeiterklasse zu gehören. Mit Gleichgesinnten, mit ausprobieren und durch Aufklärung kann dies geschehen, wie du richtig sagst. Das heißt, am Arbeitsplatz mit Arbeitskollegen oder mittels einer öffentlichen Straßendiskussion - habe ich selbst erlebt.

      • Solidaria

        "Arbeiterklasse" als Bezeichnung für Arbeiter im Handwerksbereich? Für mich ist alles was wir für die Gemeinschaft tun Arbeit und sollte nicht in Klassen unterteilt sein. Weder der Manager ist besser, noch der Professor wichtiger, als eine Putzfrau oder ein Maurer. Sie alle sind nötig und wichtig in dieser Gesellschaft. Aber was lernen wir in der Schule? Na, dass wir nur durch Fleiß etwas aus uns machen können, denn die akademischen Berufe sind einfach besser bezahlt. Warum nur? Was, wenn keiner mehr Putzfrau oder Maurer sein möchte? Putzt dann der Manager sein Klo selber oder baut nach der Arbeit sein Haus allein? Es ist klar, dass ein Lehramtsstudium länger dauert, als eine Maurerausbildung und doch ist das eine ein geistiger und das andere ein körperlich anstrengender Beruf. Wieso werden beide so unterschiedlich bezahlt und damit ja bewertet? Welches Kind darf - weil die Eltern eine tolle Laufbahn wünschen - oder möchte noch im Handwerk Fuß fassen? Alle wollen ins Gymnasium!

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    • Peter M.

      Dennoch ist doch alles sowieso nur ein absurdes Spiel. Wenn Sie einmal alles hinterfragen, erkennen Sie deutlich, dass diese mit der wahren Welt / Natur absolut nichts zu tun hat und unser Gehirn nur irgendwelche Primärdaten wiedergibt. Politik / Demokratie / Wirtschaft / Geldabhängigkeit / das Monopoly um den Planeten Erde und seine Geschöpfe wurden uns nur andressiert bzw. falsch vorgelebt. Als Baby waren wir noch völlig „normal“. Unser Gehirn ist manipuliert und wurde in dieses „Spiel“ interniert. Siehe auch unter „Das Universum und die Dummheit des Menschen,...“

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      • Thorsten S.
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        • Subculture

          Klingt an sich interessant und im Grunde sehe ich das ähnlich. Wolltest du eigentlich eine Diskussion damit anregen? Liest sich zumindest so, weniger wie ein Vorschlag...

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