Zurück

Rücknahme der Gendersprache.

Andreas Leist Andreas Leist  •  2021-03-28  •    43 Kommentare

Antrags-Code: Vorschlag-2021-03-46

Abstraktion hat eine sinnvolle Aufgabe. Sie macht Sprache effizient und erleichtert die Kommunikation. Wer sich an der Abstraktion vergreift, versündigt sich an der Verständigung.

Rollenbegriffe sind genderneutral und abstrakt. Sie sollen die Sichtweise eines Akteurs auf eine Gruppe beschreiben und machen die Sprache effizient. 

Abstraktion hat eine sinnvolle Aufgabe. Nämlich die, Aspekte auszublenden, die im aktuellen Kontext irrelevant sind. Wie zum Beispiel das Geschlecht derer, die in einer Gruppe angesprochen werden sollen. 

Diese Abstraktion zu vernichten, sorgt letztendlich für Diskriminierung, da die Aufzählung niemals komplett sein wird und erst durch eine inkomplette Aufzählung entsteht der Eindruck des Ausschlusses. 

Der Mitarbeiter ist und war niemals Männlich. Genauso wenig wie der Stuhl. Das Missverständnis beruht auf der Interpretation, das etwas durch den Artikel einem Geschlecht zuzuordnen ist.

Klären wir also darüber auf, was Abstraktion leistet und wie sie verwendet wird, bevor wir das Missverständnis weiter vertiefen und durch die Zerstörung der Abstraktion für Diskriminierung sorgen und Verständigung erschweren.


Du musst Dich anmelden oder registrieren, um einen Kommentar zu hinterlassen.
  • Heike K

    Ich finde diese Gendersprache nur noch fürchterlich. Man hört nur noch: ...innnen, ...innnen, ...innen. Bin mal gespannt, wann sich die Männer diskriminiert fühlen, weil sich dieses Neudeutsch so verweiblicht anhört. Übrigens hat man den Bürgermeister vergessen richtig zu gendern. Wenn schon, dann sollte es Bürger*innenmeister*innen heißen. Dieses Gendern treibt ja immer neue Blüten wie z.B. die Gäst+innen. Gehen Sie noch zum Bäcker oder zu/zum/zur Bäcker+innen? Der Artikel ist wie Herr Leist schon anführt keine Geschlechtsdefinition, sonst wären die Männer ja weiblich. Die deutsche Sprache war mal eine echt schöne Sprache.

    Keine Rückmeldungen
    • Austrasier

      Die Gendersprache suggeriert sprachliche Gleichbereichtigung. Das iss es dann aber auch schon. Sie lenkt ab von einer wirklichen und viel gewichtigeren, politischen Gleichberechtigung, zumal es mir so vor kommt, dass man mit der Gendersprache ohnehin eher erzkonservativen Sprachkünstlern auf den Leim geht, die wohl gerne am liebsten nur zwischen 100% weiblich und 100% männlich unterscheiden würden, weil ihnen alles andere dazwischen und daneben suspekt ist und so ganz und gar nicht in den Kram passt. Konzentriert Euch auf das Wichtige. Gender ist viel Aufwand für nutzlose Nebendebatten, deren Energie für echte Diskussion um Gleichberechtigung besser aufgehoben wäre.

    • RF (Aufstehen Leipzig)

      Für wen soll das gelten? Soll dazu ein generelles Verbot ausgesprochen werden? Momentan steht es jedem/jeder frei, diese Formen zu verwenden, oder eben nicht...

      • Andreas Leist
        Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-03-29 18:46:53

        Es sollte allgemein darüber aufgeklärt werden, dass die abstrakte Form keine Diskriminierung darstellt. Die Verpflichtung, die abstrakte Form zu gendern, hierfür wurde im öffentlichen Dienst viel Geld aufgewendet, sollte zurückgekommen werden.
        Gerade jüngere Generationen sollten von der Falschdarstellung, dass es sich bei der abstrakten Form um die männliche Form handelt, verschont bleiben.

        • RF (Aufstehen Leipzig)

          Nein, das generische Maskulinum ist eben nicht abstrakt, sondern auch schon eine Form des Genderns, aber eben nur in eine Richtung. (Abstrakt wären Formen wie "Student*x", "RepräsentantX" oder , wie im Spanischen, "latin@", was die männliche und weibliche Form latinto/latina beinhaltet.) In der Tat ist es so, dass das grammatikalische Geschlecht nicht mit dem biologischen Geschlecht oder der gesellschaftlichen Geschlechterrolle übereinstimmen müssen (wie z.B. im Dänischen oder tw. im Tschechischen). Gerade im Deutschen ist der Unterschied psycholinguistisch nicht oder nur schwer wahrnehmbar. Schüler:innen verstehen unter "ausgebeuteten Arbeitern während der Industrialisierung" eben nur die männlichen Arbeiter. Frauen werden durch die Sprache hier verdeckt (obwohl die Ausbeutung meist noch gravierender war).
          Sich an diesem Thema aufzuhalten, d.h. die Entwicklung wieder zurück drehen zu wollen, vergibt aus meiner Sicht Energie, die woanders sinnvoller eingesetzt wäre.

          • Andreas Leist
            Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-03-29 22:13:38

            Ein Verständnis für Sprachkonstrukte ist eine wichtige Grundlage für eine Verständigung ohne unnötige Missverständnisse.
            Und nichts haben wir so nötig wie diese, wenn wir die Probleme der Welt lösen möchten. Gerade die Aussage, dass das generische Maskulinum nicht abstrakt, sondern eine Form des Genderns ist, ist das eigentliche Problem.
            Denn dies ist eine subjektive Wahrnehmung, die durch künstliche Genderisierung abstrakter Begriffe, immer weiter verbreitet wird und langfristig das Verständnis für Abstraktionen in der Sprache zerstört. Eine Folge davon sind unlesbare und unhörbare Texte, die stets und ständig durch irrelevante Informationen verwässert werden, sodass man dem eigentlichen Inhalt nur noch schwer folgen kann.

            Keine Rückmeldungen
            • Andreas Leist
              Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-03-29 22:15:22

              Fortsetzung:
              Traute man es den Menschen jedoch zu, dass sie das Konzept der Abstraktion verstehen, könnte man dem oben genannte Problem, mit der Fehlwahrnehmung des Satzes „ausgebeuteten Arbeitern während der Industrialisierung“, dadurch begegnen, dass man explizit dafür sensibilisiert, dass hier nicht ausdrücklich von männlichen Arbeitern die Rede ist.
              Gerüstet mit dieser Wahrnehmung für Abstraktionen, würde die Sprache auch in ihrer effizienten Form richtig verstanden werden. Texte und Reden werden wieder kürzer und niemand muss Angst haben, dass man ihn böswillig falsch versteht.
              Gerade letzteres ist in den sozialen Medien zunehmend wahrnehmbar und führt nicht selten dazu, dass ein vermeintlicher Formfehler, vom eigentlichen Thema weg führt.

              • RF (Aufstehen Leipzig)

                Naja, wenn ich erst ausdrücklich dafür sensibilisieren muss, dann kann ich doch auch gleich beide Formen verwenden und damit Zeit sparen. Das Beispiel zeigt ja gerade, dass ein zusätzlicher Denkprozess der Konkretisierung ablaufen muss, um den Inhalt der Nachricht richtig zu verstehen. Dies kann in der Alltagssprache selten geleistet werden, weshalb ein konkretes "Mitnennen" und nicht nur "Mitmeinen" sinnvoll ist.

                Aber das eigentliche Problem scheint ja eher in der Diskussionsweise der identitätspolitischen Linken zu liegen, die alle auszuschließen geneigt ist, die absichtlich oder unabsichtlich nicht die für richtig erachteten Sprachnormen benutzen. Denen würde ich jetzt keinen Rückenwind geben wollen, indem man sich da auf Rückzugsgefechte einlässt.

                • Andreas Leist
                  Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-03-30 06:49:54

                  Zitat:
                  „... wenn ich erst ausdrücklich dafür sensibilisieren muss, dann kann ich doch auch gleich beide Formen verwenden...“

                  Dies beinhaltet die Annahme, dass es nur zwei Formen gibt, was uns direkt zur Diskriminierung führt.

                  Durch den Kunstbegriff Konsumentin impliziert man den falschen Eindruck, dass der Konsument männlich sei.
                  Dies ist jedoch definitiv falsch. Es gibt männliche, weibliche, tierische und sogar technische Konsumenten.
                  Der Begriff Konsument ist also eine abstrakte Bezeichnung für konsumierende Akteure. Erst durch das Hinzufügen von Genderinformationen auf abstrakter Ebene, entsteht der falsche Eindruck und der Ausschluss, der letztendlich als Diskriminierung wahrgenommen werden kann.

                  Jeder sollte für das Konstrukt abstrakter Begriffe sensibilisiert werden, damit wir in Zukunft wieder effizient kommunizieren können.

                  Keine Rückmeldungen
              • Andreas Leist
                Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-03-29 22:17:15

                Tut mir leid, dass meine Antwort hier in falscher Reihenfolge und in zwei Einträgen angezeigt wird.

          • Felix

            Es steht leider nicht jedem frei. Viele Universitäten, Verwaltungen usw. verlangen die Gendersprache

            Keine Rückmeldungen
          • Grün

            Hier ein Buchtipp zum Thema:
            Caroline Fourest: Generation beleidigt, Von der Sprachpolizei zur Gedankenpolizei, Über den wachsenden Einfluss linker Identitärer, Eine Kritik, Edition TIAMAT, Berlin 2020, 143 Seiten, 18 Euro.
            Rezension von Udo Brandes unter: https://www.nachdenkseiten.de/?p=71281

            • Andreas Leist
              Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-03-31 20:35:30

              Danke für dieses tolle Video. Das kannte ich noch nicht.
              Es hat durchaus mein Bild für die Motivation des Genderns erweitert.
              Aber es entsteht letztendlich doch der Eindruck, als stünden Abstraktionen einer Gendergerechten Sprache entgegen.
              Dies ist aber nicht so. Denn das Geschlecht kann ja auch mit der Abstraktion einbezogen werden ohne die Abstraktion zu kontaktieren.
              Dann heißt es eben „wir suchen einen weiblichen oder männlichen Mitarbeiter“, wenn man es guten Gewissen auf diese zwei Geschlechter einschränken kann. Um also das Geschlecht bei Bedarf in den Fokus zu stellen muss nicht die Abstraktion verletzt werden.

              Keine Rückmeldungen
            • Hartmut

              Der Vorschlag ist gut begründet. Bin grundsätzlich auch bei RF, sehe da keinen Widerspruch. Der Staat sollte nicht solche Sprachregelungen durchsetzen. Aber Gender wird immer mehr eingefordert und vorgeschrieben. Z. B.: Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz haben Stellenausschreibungen genderneutral zu erfolgen. Oft wird ein drittes, nicht weiter definiertes "diverses" Geschlecht angegeben. Man liest m, w, d... Päpstlicher als der Papst lässt man sich von Extravaganz auf der Nase rumtanzen.

              Gender-Sprachpolizei erscheint bei emanzipatorischen Anspruch zunehmend illiberal.

              Aber sollte man erstens nicht besser abstrakter die gesamte Identitätspolitik auf den Prüfstand zu stellen?! Einerseits stimmen die Erzählungen nicht. Andererseits wird sie autoritär (siehe z. B. Cancel Culture), dient dem Neoliberalismus zudem als Narrativ für vermeintlich Gutes. Nur...ist das wirklich ein Top 21 Thema?! Und sollten "Sammler" mit einem Spalter-Thema einsteigen? Alternativer Feminismus?

              • Andreas Leist
                Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-03-31 08:07:24

                Sie haben das gut auf den Punkt gebracht. Das Framing des Neoliberalismus schließt sich an die Gendersprache nahtlos an. Allein der Begriff „gendergerechte Sprache“ impliziert ja, dass es uns freigestellt ist gerecht oder ungerecht zu sprechen. Wollen wir das wirklich?
                Ich sehe in der Eleganz der Abstraktion keinerlei Ungerechtigkeit und möchte mir nicht nachsagen lassen, dass ich zu denen gehöre die nicht gerecht sein wollen.
                Hier findet eine bewusste Spaltung statt, die sich zu nutze macht, dass den Menschen Abstraktionen in der Sprache nicht bewusst sind. Bewusstsein schaffen ist daher mein Anliegen. Ich denke damit ist dann auch beantwortet warum mir das Thema unter den Top 21 wichtig wäre.

                Keine Rückmeldungen
              • Austrasier

                Ausserdem, ist es jetzt gerechter, wenn wir statt Deutschlehrern nur noch DeutschlehrerInnen haben. Ist doch völlig Banane ...

                Keine Rückmeldungen
                • Faulkater

                  Daher mein Vorschlag: Die Sprachwissenschaftler sollten ein Generikum erschaffen, im Unterschied zum generischen Maskulinum,oder ersatzweise: das generische Maskulinum wird zum Generikum ernannt und ein neues Maskulinum erschaffen. Erster Vorschlag hätte den Nachteil, dass es schwierig sein düfte, ein Generikum zu erschaffen, was kurz wie das Maskulinum ist. Dafür gäbe es keinen Widerstand der Feministinnen. Beim zweiten Vorschlag könnten die Feministinnen rebellieren, da ja das neue Generikum nicht vom alten Maskulinum unterscheidbar ist.

                  • Felix

                    Gegenvorschlag. Wir sprechen alle wieder normal und denken uns nicht künstlich Probleme aus.

                    • Faulkater

                      Ja, schön wäre es. Aber das passt eben den Livestyle-linksgrünen Feminist(knacks)innen nicht in den Kram, weil sie eben nicht nur mitgemeint, sondern explizit erwähnt werden wollen. Genau so, wie sie auch fordern, trotz weniger Berufserfahrung das gleiche Gehalt zu bekommen. Denen aber dadurch inzwischen aus dem Blickwinkel entschwindet, dass in vielen Branchen generell zu schlecht bezahlt wird, während die Kapitalerträge immer weiter steigen.
                      Diese Leute sind es auch, weswegen immer mehr Leuten den Linken entsetzt den Rücken zuwenden.

                      • Andreas Leist
                        Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-05-16 18:37:19

                        Ja, wenn doch nur begriffen werden würde, dass hier niemals jemand nur mitgemeint wurde, weil die Abstraktion nun mal genderneutral ist. Der Artikel stellt keine Genderung dar. Dieses Missverständnis gilt es durch Aufklärung zu beseitigen, dann können wir auch wieder ohne Diskriminierung effizient Kommunizieren. Ansonsten schließe ich mich der Kritik an den Livestyle-Politikern uneingeschränkt an. Sie lenken sehrgekonnt von den eigentlichen Problemen ab. Wie geht das besser, als die Verständigung an sich zu erschweren?

                        Keine Rückmeldungen
                    • Andreas Leist
                      Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-04-12 15:26:28

                      Hallo,
                      Ihr Satz: „...das generische Maskulinum wird zum Generikum ernannt...“, macht erneut das Missverständnis deutlich. Ein generischer Begriff, egal ob der, die oder das, ist generisch, also mit anderem Wort, ein Generikum. Das muss nur verstanden werden. Dann würde sich hoffentlich auch niemand mehr diskriminiert fühlen. Die Augenblickliche Genderung des Generikums verstärkt jedoch das Missverständnis und führt inzwischen dazu, dass durch das Framing „gendergerechte Sprache“ jeder als ungerecht gebrandmarkt wird, der das Generikum erkennt und richtig verwendet.

                      • Faulkater

                        Nein, ist leider nicht so einfach, denn es gibt eine Doppeldeutigkeit: Ausschließlich Männer= Maskulinum, Frauen + Männer = generisches Maskulinum, beides derzeit nicht unterscheidbar, daher sprachlich nicht erkennbar, ob nur Männer, oder Frauen + Männer. Abhilfe wäre hier ein vom Maskulinum unterscheidbares Generikum. Das hat nichts mit Framing oder Ungerechtigkeit zu tun, sondern mit Eindeutigkeit der Sprache, zumal die "Diversen" auch noch mit erfasst würden, welche ja beim "Gendern" nicht mit erfasst werden.

                        • Andreas Leist
                          Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-04-12 20:39:57

                          Ich verstehe schon was Sie meinen. Aber der Unterschied ergibt sich ja aus dem Kontext. Spreche ich eine einzelne Person an, so spreche ich vom Kollegen oder von der Kollegin. Spreche eine Menge an, dann spreche ich von den Kollegen. Gleichlautend dem männlichen, aber aus dem Kontext erkennbar die generische Form. Nur zwei, bzw. 3 Geschlechter zu betrachten ist schon im Ansatz nicht ausreichend. Wir benötigen die abstrakte Form um auch Tiere oder gar Maschinen zu berücksichtigen. Nicht dass diese sich Diskriminiert fühlen würden, aber wenn der Konsument nur noch als männlich wahrgenommen wird, wird es schwer zu erklären, dass auch eine Waschmaschine ein Konsument ist. Genauso können Tiere, zum Beispiel bei der Polizei, Mitarbeiter sein. Wie soll also jemand formulieren, wenn man ihm die „gendergerechte“ Form aufzwingt. Im öffentlichen Dienst, ich erlebe es derzeit, geht es hier nicht mehr um Freiwilligkeit. Ich empfinde es daher zunehmend als Eingriff in mein Persönlichkeitsrecht.

                          • Faulkater

                            Leider ergibt es sich nicht aus dem Kontext. Im Singular ist es ja soweit klar. Aber eben nich t im Plural. Wenn ich von "Kollegen" spreche, kann es sein, dass ich eine Gruppe von ausschließlich Männern meine, aber auch eine gemischte Gruppe, oder eine Gruppe, bei der ich die Geschlechter nicht kenne. Wenn ich von "Kolleginnen" spreche, dann meine ich ausschließlich Frauen, wenn ich "Kolleginnen und Kollegen" sage, meine ich eine gemischte Gruppe. Also ist das generische Maskulinum nicht eindeutig. Wenn es aber ein (noch zu erfindendes) reines Maskulinum gäbe, z.B. "Kollegiane" oder "Kollegioten", könnte man damit reine Männergruppen bezeichnen.
                            Das grammatikalische Geschlecht von Sachen, Tieren usw. ist noch ein Kapitel für sich.

                            • Andreas Leist
                              Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-04-12 22:17:15

                              „Kollegioten“ finde ich super. Da werden sich die Männer sicher nicht diskriminiert fühlen :-D
                              Also ich wäre dafür die Maskuline Form stets als abstrakt zu betrachten und in gegebenem Fall durch einen Zusatz wie männlich, weiblich, divers, animalisch, technisch, ... zu ergänzen. So würde man dann eben zum Beispiel von den weiblichen Kollegen sprechen, oder eben von den männlichen usw.
                              Hierdurch würde die Klarheit der Abstraktheit generischer Begriffe wieder gestärkt werden, wodurch auch das Gefühl der Diskriminierung verschwinden würde.
                              Aber ja. Es ist eine Herausforderung.

                              Keine Rückmeldungen
                      • Johannes

                        Die Idee, ein neues Maskulinum zu erschaffen ist doch seht gut. Dann hätten wir eine Anwältin und einen Anwälter.

                    • Faulkater

                      Es ist natürlich ein Problem: Beim generische Maskulinum sind Frauen (und andere Geschlechter) mitgemeint, aber eben nicht explizit angesprochen. Beim "Gendersprech" (egal ob Doppelnennung, Knacklaut, Binnen-I, Sternchen oder Doppelpunkt) sind zwar Frauen mit angesprochen, aber andere Geschlechter ausgeschlossen, außerdem verlängert und verkommpliziert isch die Rede oder der Text. Das substantivierte Partizip geht oft von der Bedeutung her daneben.

                      Keine Rückmeldungen
                      • Hans Gerber

                        Sie beschweren sich, dass anderen Menschen ihnen vorschreiben wollen, wie Sie zu reden haben aber wollen dies selbst anderen Menschen vorschreiben. Ich finde das absolut nicht in Ordnung.
                        PS: Ich gender selbst nicht.

                        • Andreas Leist
                          Andreas Leist  •  Verfasser  •  2021-03-30 19:20:53

                          Woraus entnehmen Sie, dass ich jemandem etwas verbieten möchte?
                          Ich arbeite im öffentlichen Dienst und bin damit konfrontiert, dass wir dort gezwungen sind Abstraktionen zu Gendern. Hierfür wurde viel Geld in die Hand genommen um Formulare entsprechend anzupassen. In den Medien erleben wir es ebenso, weshalb die Verbreitung eines falschen Sprachbildes manifestiert wird. Die Freiwilligkeit beruht also nur im privaten Bereich.
                          Weiterhin spreche ich in meinem Anliegen von Aufklärung. Dort habe ich vor allem den Bildungsauftrag im Blick.
                          Das Gendern abstrakter Begriffe ist nämlich grundsätzlich falsch und sollte so nicht gelehrt werden.
                          Aus einem Nichtverstehen der Abstraktion in der Sprache wird eine männlich geprägte Sprache abgeleitet. Dies wird heute so verbreitet und durch die künstliche Genderisierung abstrakter Rollenbegriffe derart manifestiert, dass gerade jüngere Menschen nicht die Gelegenheit haben dies zu hinterfragen.

                          Keine Rückmeldungen
                        Dieser Vorschlag enthält keine Benachrichtigungen.