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Familienpolitik – Wechselmodell als Regelfall

Volker Kirstein Volker Kirstein  •  2021-06-17  •    Keine Kommentare

Antrags-Code: Vorschlag-2021-06-340

Entfremdung ist kein Kavaliersdelikt, sondern Kindeswohlgefährdung und emotionaler Kindesmissbrauch, eine spezifische Form von häuslicher Gewalt - Dr. Stefan Rücker

Jedes Jahr sind bis zu 40000 Trennungskinder von Eltern-Kind-Entfremdung betroffen. In alleinerziehenden Haushalten ist jedes 5te Kind davon betroffen. 30% der Mütter sind von Entfremdung betroffen. Entfremdung geschieht durch Tricks und weil ein Elternteil den anderen vor dem Kind herabwürdigt. Das Kind gerät in einen Loyalitätskonflikt. Um den zu lösen verbündet es sich meist mit dem Elternteil bei dem es lebt. Es übernimmt dessen Gefühle und Haltungen und lehnt den anderen ab. Psychologen sprechen dann von Eltern-Kind-Entfremdung.

Die Kontaktablehnung muss als Kapitulation verstanden werden und ist keinesfalls eine frei gewählte Alternative. Zitat Psychologin Dr. K. Behrend

Nach Trennung den Kindern möglichst engen Kontakt zu Vater und Mutter ermöglichen. Dies entspricht auch dem Willen des Kindes. Es fehlt eine klare Rechtsauffassung, dass Entfremdung kein Kavaliersdelikt, sondern Kindeswohlgefährdung und emotionaler Kindesmissbrauch ist, eine spezifische Form von häuslicher Gewalt. – Dr. S. Rücker Leiter der Arbeitsgruppe Kindeswohl Uni Bremen und Koordinator der Studie Umgang und Kindeswohl des Bundesfamilienministerium 2015

Die Folgen sind bekannt. Kinder verlieren einen wesentlichen Teil ihrer Identität. Viele leiden Jahre später unter Verlustängsten, Bindungsstörungen oder Depressionen. Beim abgewiesenen Elternteil mündet die familiäre Ausgrenzung oft in eine existenzielle Lebenskrise.

5% Vater bzw. Wechselmodell, 2% Verwandte

88% Mütter - aber diese Zahl ist nur bedingt verlässlich. Moderne Eltern teilen sich die Betreuung in unterschiedlichen Verhältnissen 30/70 oder 40/60.

Anwälte nutzen Streit als Strategie um dann zu behaupten, dass Einvernehmen unmöglich ist.

Jugendämter stehen zunehmend in der Kritik, mangelnde Ausbildung, schlechte Arbeitsbedingungen, zu wenig Zeit und ergreifen oft zu schnell und unfundiert Partei – meist gegen das Kind.

Dem Residenzmodell soll Gesetz und Rechtsprechung keinen Vorrang mehr gewährt werden. Das Residenzmodell schafft Eltern erster und zweiter Klasse.

Frühe Prävention ist wichtig durch JA und Gericht.

Forderungen: Gemeinsames Sorgerecht ab Geburt und das Wechselmodell als Regelfall. Wechselmodell schafft Stabilität und erhält den Kindern beide Stammfamilien. Die Gefahr einer Entfremdung wird reduziert, so Dr. M. Serafin. Unterschiedliche Studien den positiven Einfluss des Wechselmodells auf die Entwicklung der Kinder.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-neugier-genuegt-das-feature/audio-trennungskinder--zwischen-den-eltern-100.html

 


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