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Demokratische "Lohn-Diät" - oder Abgeordnetendiäten-Erhöhung für alle Bürger

Johannes Bahn Johannes Bahn  •  2021-06-09  •    Keine Kommentare
Demokatischer Tarif-Ausgleich
Demokatischer Tarif-Ausgleich


Antrags-Code: Vorschlag-2021-06-311

Sich selbst gemeinsam den Lohn aufgrund vernünftiger Gründe anheben zu können, das ist eine demokratische gesteuerte Einkommensentwicklung für alle! Poltiker als Tarifpartner der Mehrheit.

Die Machtfülle, sich selbst das Einkommen gemeinsam festlegen zu können, ist für demokratische Politiker eine gängige Praxis.

Viele Bürger geraten darüber in Wut und fordern die Abschaffung dieser Diäten-Erhöhungen. Absolute Zahlen über die Bezahlung von Politikern führen bei vielen zur Forderung diese drastisch einzukürzen angesichts der eigenen mageren Einkommen. Selbst vernünftige Gründe wie "Inflationsausgleich" kühlen die Gemüter der meisten Bürger hier nicht ab. Dahinter steht oft, dass die Klagenden selbst diese Möglichkeit der Einkommensanhebung nicht haben, obwohl sie unter der Inflation mit niedrigen Einkommen deutlich mehr leiden als politische Abgeordnete noch vor der Erhöhung.

In deutschen Betrieben herrscht wie zu Kaisers Zeiten Dikatur. Wirtschaft und Beruf sind normalerweise zutiefst undemokratisch. Die wenigsten wirtschaftlichen Herrscher ("Chefs", Geschäftsführer, CEOs) gewähren Ihren Untergebenen automatisch einen Inflationsausgleich durch Lohnerhöhung. Noch weniger führen bei Lohnverhandlungen zwischen Ungleichen (Chef vs. Angestellter) vernünftige Argumente, die keine Gewinnsteigerung des Betriebs zum Gegenstand haben, zu einer Änderung der Verteilung des erwirtschafteten Gewinns.

Ein erster Schritt in Richtung einer Demokratisierung der Wirtschaft wäre die Anpassung der Diäten verbunden nicht in selbstherrlicher Machtfülle, sondern mit dem politischen Auftrag (besser noch den politischen Zwang) entweder allen Einkommen aus Arbeit (nicht denen aus arbeitsfreien Kapitaleinkünften!) oder aber den unteren Einkommen (die untere Hälfte im Einkommensgefüge des Betriebs), aber mindestens der niedrigsten Einkommen (Hartz IV, Grundsicherung, Mindestlohn) um genau den selben Prozentsatz und zu genau dem gleichen Zeitpunkt angehoben werden, wenn unsere politischen Vertreter einen festgestellten allgemeinen Mangel am Einkommen bei sich ausgleichen. Eine politische Pflicht zur gerechten Gleichbehandlung aller bedürftigen Bürger, denn Lohngerechtigkeit ist nie nur Privatsache. Durch diese Zwangs-Ehe politischer und bürgerlicher Einkommens-Entwicklung wäre jede Ankündigung von einer Diätenerhöhung im Staatsfernsehen ein Grund für viele Mitbürger zu Jubeln, statt in Wut zu geraten. So könnte Einigkeit durch Einkommen statt soziale Spaltung durch Bereicherung (der politischen oder wirtschaftlichen Machthaber von der großen Mehrheit).

Darüber hinaus könnte demokratisch angedacht werden, die Einkommen der politischen Vertreter am Durchschnittseinkommen der Mehrheit der Bürger zu koppeln. Wohlgemerkt nicht am bloßen Durschnitt aller Einkommen, denn dies wird stattlich angehoben durch die immensen Einkommen einiger weniger wirtschaftlichen Machthaber. Hier würden die Poltiker dazu bewegt, sich durch politisches Eingreifen mehr um das wirtschaftliche Wohl der Mehrheit zu kümmern, denn das wirtschaftliche Wohl der Politiker (Diätenhöhe) wäre untrennbar mit dem der demokartischen Mehrheit der Bürger verbunden. Das wäre ein Zusammenschmieden des wirtschaftlichen Eigeninteresse von Politikern und Mehrheit - Politikergehälter als ein Spiegel des Wohlstands der Mehrheit : Eine Spaltung der Lebenswelt von Regierenden und Regierten würde hier entgegen gearbeitet.

Denkt man auch den letzten Abschnitt mit, dann wäre ein passender Titel des Vorschlages: "Demokratische Lohn-Diät" - Koppelung der Einkommen von Poltikern (Diät) mit denen der demokratischer Mehrheit ihrer Bürger (Löhne).


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