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(Wieder-)Einführung einer Vermögenssteuer für Multimillionäre

RF (Aufstehen Leipzig) RF (Aufstehen Leipzig)  •  2021-03-28  •    26 Kommentare
Wär ich nicht arm...
Wär ich nicht arm...


Antrags-Code: Vorschlag-2021-03-31

(Wieder-)Einführung einer Vermögenssteuer für Multimillionäre

Wohlstand für alle - nicht nur Reichtum für wenige! In Deutschland geht die Schere zwischen Arm und Reich immer schneller auseinander. Um die Spaltung unserer Gesellschaft zu stoppen, brauchen wir eine vernünftige Besteuerung sehr großer Vermögen. Es geht um Multimillionäre und Milliardäre. Sie sollen einen größeren Anteil für den Erhalt unseres Gemeinwesens leisten und zu nötigen Investitionen beitragen – zum Beispiel für den Klimaschutz, für die Gesundheitsversorgung und für bezahlbares Wohnen.

Für die Ausgestaltung ist eine progressive Steuer mit 1 – 5% (Internationaler Vergleich: USA, Frankreich und Großbritannien haben einen Steuersatz von knapp über 4 Prozent) und einem Freibetrag von einer Millionen Euro pro Person sinnvoll. Zudem ist die Steuer an die Staatsbürgerschaft zu koppeln (mit Abschreibungsmöglichkeiten für ausländische Steuern), um Steuerflucht zu verhindern

Begleitet werden muss die Vermögenssteuer natürlich durch weitere Maßnahmen für ein gerechteres Steuersystem: Mit einer Finanztransaktionssteuer und eine Bodenwertzuwachssteuer müssen Spekulation mit Finanzen und realen Gütern vermindert werden. Eine Mindestbesteuerung für global agierende (Digital-)Konzerne soll Steuerflucht und Gewinnverlagerung beenden. Darüber hinaus müssen Subventionen für Großkonzerne (wie die Ausnahme von der umweltpolitisch sinnvollen EEG-Umlage) und Erlasse für Vermögende (z. B. Beitragsbemessungsgrenze; Ausnahmen bei Erbschaftssteuer) abgeschafft werden.

 

Siehe auch: Petition auf OpenPetition


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  • Uwe Mergel

    Geld regiert diese Welt, diese Zivilisation. Dazu herrschen Profit- und Gewinnsucht, soziale Gerechtigkeit ist da kaum noch ein Thema oder es sind nur leere Worte. Als abhängig Beschäftigter hat man genug Steuern monatlich zahlen dürfen, dazu viele andere hohe Abgaben,was blieb da Netto wirklich übrig, wenig. Nun bin ich gerade Rentner mit Abzügen geworden, auch da darf ich Steuern zahlen mit einer kleinen Rente,mit Arbeit zu wenig gekommen und nun als Rentner ist man bestraft. Aber es gibt viele Reiche und Vermögende, die sollten selber nachdenken, wie sie mehr tun können für das Gemeinwohl und auch selber für faire Steuern für sich eintreten. Man muss wirklich ohne Neid und Gier sagen,wer viel hat, kann doch auch was mehr als andere abgeben.Warum müssen immer nur kleine Normalbürger leiden, wenn Geld hier und da fehlt? Das Steuersystem in D ist nicht gerecht und eine Vermögenssteuer für sehr reiche Vermögende wäre ein wichtiges Signal. Steuerflucht ins Ausland muss verhindert werden.

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    • AndreasK

      Eine Vermögenssteuer bringt aus meiner Sicht nichts und ist nur ein herumdoktern an den Symptomen. Wir müssen Riesenvermögen generell Verhindern und abbauen und dies geht nur über eine rigorose Erbschaftssteuer von z.B.: 99% ab 10 Millionen Euro Vermögen. Die Superreichen werden sonst einfach die Kosten für eine Vermögenssteuer auf Ihre Waren umlegen und dann steigen dadurch halt die Verbraucherpreise und es trifft wieder nur uns Bürger. Zudem wird wer sich durch harte Arbeit für sich selbst ein Vermögen aufbaut dann neben dem Spitzensteuersatz auch noch mit Vermögenssteuer bestraft. Daher bin ich gegen eine Vermögenssteuer aber für einen FULL RESET beim Ableben des Vermögenden.

      • Christoph Kändler

        Unternehmensvermögen und Privatvermögen sind nicht dasselbe. Während man Privatvermögen natürlich weitestgehend frei in Unternehmensvermögen überführen kann, muss Unternehmensvermögen bei der Überführung in Privatvermögen mit der Kapitalertragssteuer versteuert werden. "Geschenke" der Unternehmen an Ihre Eigentümer gelten ab einem bestimmten Betrag ebenfalls als Ausschüttung. Gezahlte Löhne an Eigentümer (falls beim Unternehmen angestellt) werden ebenfalls entsprechend versteuert. Menschen können ohne Probleme 80 werden, Reiche werden sicherlich im Schnitt noch älter. Wie "schnell" diese Lösung kommt steht in den Sternen. Die Vermögenssteuer, systematisch eingesetzt, hat die Aufgabe ab einem bestimmten Vermögen den Zinseszins-Effekt zu verringern. Eine Umlage per höhere Preise setzt entsprechende Eigentumsverhältnisse voraus - die bei Konzernen in der Regel nicht gegeben sind. Außerdem eröffnen höhere Preise auch den Markt für neue Konkurrenten - die ohne große Vermögen.

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      • Piet Ording

        Und was soll das mit dem 1 bis 5 %, sollen wir uns nun auch noch selbst verarschen. Ich würde mit 20 beginnen, und zunächst, solange nicht anders möglich, bis 50 gehen, und dann das Gesetz, das das nicht mehr als die Hälfte sein darf, ändern, und bei Milliardäre gar bis über 100 rauf gehen.

        Den Freibetrag würde ich jedoch auch nicht zu niedrig lassen, sondern bis 10 Millionen rauf schrauben. Sauer verdientes Geld sollte nicht gleich wieder bestuert werden. Und Wohlstand sollten wir durchaus zulassen.

        Außerdem sollte die Schuld an einer Wirtschaftstättigkiet im Lande verknüpft werden. Wer in Deutschland (könnte für andere Länder ebenso gelten) Geschäfte betreibt, sollte auch in Deutschland Steuerpflichig sein, sobald so viel verdient wird, das mehrere Menschen ein ganze Leben lang davon leben könnten.

        • RF (Aufstehen Leipzig)

          Ich bin mir nicht ganz sicher, worauf sich das "Und" zu Beginn des Textes bezieht. Kam da noch ein Argument davor?

          Zum Inhaltlichen: Die 1 - 5 % bewegen sich in dem Rahmen, in dem das Vermögen langfristig Rendite einbringt. 20% könnte man auch machen, aber das geht eben nur fünf Jahre, bei 50% zwei und bei 100% nur ein Mal. Das wäre dann so was wie eine einmalige Vermögensabgabe.

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        • Migg

          Ich frag' mich ernsthaft, welche Menschen sowas unterstützen.
          Diese Forderung läßt die Finanzelite unangetastet. Sie hat weder positive Auswirkung auf Armut und politische Ungerechtigkeit, noch verändert sie was grundlegendes im Kapitalismus.

        • Brigitte Makosch

          Steuerschlupflöcher (dürften der Politik ja vor Gesetzgebung bekannt sein) sicher schließen. Geld außer Landes bringen – auch über angebliche "Niederlassungen" – verhindern, indem die Kontrolle durch die Banken (kein Geld aus Geld mehr!), die unbedingt in kommunale bzw. staatliche Hand gehören, unüberlistbar ausgebaut wird. Oder müssen die "armen" Unternehmer bei gerechter, steuerlicher Beteiligung verhungern?! Oder eine verpflichtende Reichensteuer einführen – über staatlich kontrollierte Banken kontrolliert. Steuergesetze ändern, dass in dem Land in dem produziert & dessen Infrastruktur genutzt wird, "Schätzabgaben" fällig werden (der Unternehmer weiß ja auch was er sich erwartet an Gewinn, sonst würde er das Unternehmen ja nicht starten), wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass die Gewinngrenze eingehalten und Re-Investitionen UMGESETZT /unwiderruflich ANGEWIESEN wurden. Mit 5% erhielte der Staat hinterzogene Steuern wenigstens teilweise zurück.
          Alles nur eine Frage de Willens!

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          • Kurt Theobald

            Das Vermögen der Millionäre kann die Armen nicht reich machen,
            höchstens die ganz Armen weniger Arm.

            1 x 10.000.000.000 : 80.000.000 = 125 € / Einwohner
            100 x 100.000.000 das Gleiche
            1.000 x 10.000.000 das Gleiche

            Darüber hinaus ist der größte Teil der Vermögen angelegt in
            Industrie, (Wohn-)Gebäuden etc.,
            was auch die Gesellschaft tun müsste,
            wenn sie diese Vermögen besäße.

            Das Problem ist nicht das Vermögen der Reichen,
            sondern die daraus resultierende Macht.

            Mittels dieser Macht werden die Menschen nur zum Erhalt dieser Macht geknechtet.
            Deshalb müssen die Vermögen entzogen werden,
            um eine gerechter selbstbestimmte Gessellschaft zu bekommen.
            Nur ein bischen mehr Steuer löst das Problem nicht!

            • Werner Kraft

              Wenn man das Vermögen der reichsten 10 % (siehe mein Beitrag weiter unten) mit 1 % besteuert:

              7,78 Billionen *0,561 * 0,01 = 43.645.800.000;

              kommt man auf rund 43,6 Milliarden Euro.

              Die Bundesarbeitsgeneinschaft Grundeinkommen hat eine Sachkapitalabgabe auf Anlagevermögen und Immobilien in Höhe von 2,5 % vorgeschlagen, mit einem Freibetrag für selbstgenutztes
              Wohneigentum von 500 000 Euro. Ertrag: ca. 147 Milliarden Euro.

              Zusammen mit einer Finanztransaktionssteuer von 0,1 % und einer Einkommensabgabe von 35 % könnte man so ein bedingungsloses Grundeinkommen von rund 1.200 Euro im Monat finanzieren.
              Aufgrund der Reduktion der bisherigen Einkommenssteuer wäre dies für 95 % der Arbeitenden von Vorteil.

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            • Volker Rein
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              • Peter M.

                Wenn wir die Geldblase von 3 Billiarden Dollar, welche jeden Tag auf den Planeten wütet, durch die Anzahl der Menschen teilen, hätte jedes Wesen ca. 400000 Dollar. Jeder möchte dann mit diesem Geld gefüttert, gepflegt, bedient, bespaßt und mit Hilfsmitteln und Spielzeug versorgt werden. Doch keiner wäre da, der das Geld bedient, wodurch zwar jeder ein Koffer voller Geld hätte, aber nichts damit anfangen könnte. Die "Erfindung des Geld" ist doch ein gigantSchwindel, Betrug und ein Verbrechen, weshalb es nicht umsonst als Teufel und Versuchung bezeichnet wird. Doch ohne Geld wäre der Mensch wieder frei und würde deutlich erkennen, dass er sich im falschen Lebensraum befindet, weil es zu viele Menschen gibt, weshalb bisher alle im Menschenzoo / Menschenüberschussauffanglagern danach gestrebt haben, weiter wie ein Baby gepflegt zu werden. Wir sind in diese Menschenzoos hineingeboren und haben Freiheit niemals kennengelernt und Träumen alle die Illusion von "Geld macht frei und glücklich".

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                • Werner Kraft

                  Vermögen sind extrem ungleich verteilt. Die Bundeszentrale für politische Bildung dazu:
                  "Nach Angaben des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) lag das gesamte Nettovermögen in Deutschland im Jahr 2017 bei 7,78 Billionen Euro. Das Vermögen ist dabei sehr ungleich verteilt: (...) für das Jahr 2017, dass das reichste Zehntel über 56,1 Prozent des gesamten Vermögens verfügte. Das oberste Prozent hielt rund 18 Prozent – so viel wie die ärmsten 75 Prozent der Bevölkerung zusammen. Die untere Hälfte der Bevölkerung ab 17 Jahren hatte im Jahr 2017 einen Anteil am Nettogesamtvermögen von lediglich 1,3 Prozent."
                  https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61781/vermoegensverteilung

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