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Die Rente muss den Lebensstandard sichern

Markus Markus  •  2021-05-27  •    12 Kommentare

Antrags-Code: Vorschlag-2021-05-281

Die Grundsicherung im Alter wird auf mindestens € 650 bzw € 1100 erhöht. Tatsächliche Wohnkosten werden erstattet. Die Rente muss 80% des Einkommens betragen. In die Rentenkasse muss mehr Geld fließen

Das heutige Niveau der Grundsicherung im Alter ist viel zu niedrig. Sie liegt unter dem soziokulturellen Existenzminimum und nimmt damit den Betroffenen ihre Würde. Wir vom Themenraum "Gesellschaft & Soziales" schließen uns den Sozialverbänden an, die eine Untergrenze in der oben genannten Größenordnung fordern.

Wer vom Erwerbsleben in die Rente wechselt, erfährt heute einen massiven Einkommensverlust. Die Menschen können sich daher als Rentnerinnen und Rentner viele Dinge nicht mehr leisten, die für sie als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer selbstverständlich waren. Wir vom Themenraum "Gesellschaft & Soziales" fordern daher, dass die gesetzliche Rente den Lebensstandard sichern muss. Deshalb muss die gesetzliche Rente 80 % des verfügbaren Einkommens entsprechen, das die Menschen in ihrem Berufsleben erarbeitet haben. Die Zeiten für Kindererziehung und Angehörigenpflege werden bei der Berechnung der individuellen Renten voll berücksichtigt.

Um die von uns geforderte deutliche Erhöhung der Grundsicherung im Alter sowie die deutliche Anhebung der monatlichen Rentenbezüge finanzieren zu können, muss mehr Geld in die Rentenkasse fließen. Notwendig ist daher: Die Rentenformel wird vom Gesetzgeber neu festgelegt. Der Steueranteil am Rententopf wird erhöht. Der Versichertenkreis in der gesetzlichen Rentenversicherung wird sukzessive erweitert.


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  • Johannes

    Satt für alle auf 80% zu erhöhen wäre die Einführung einer Grundrente für alle sinnvoller. Das würde den Niedrigverdienern mehr helfen als den Reichen und wird in manchen Ländern schon praktiziert:

    Wer seit dem 15. Lebensjahr mindestens drei Jahre lang in Dänemark gewohnt hat, bekommt beim Renteneintritt die Volksrente, die sich aus einem Grundbetrag und der Rentenzulage errechnet. Nach vierzig in Dänemark verbrachten Jahren ist der volle Anspruch von umgerechnet rund 1.600 Euro im Monat erreicht.

    Eine norwegische Altersrente (alderspensjon) erhalten Sie mit 67 Jahren oder vorzeitig mit 62. Sie setzt sich im Wesentlichen aus einer Grundrente/ Garantierten Rente, einer Zusatzrente/einkommensabhängigen Rente und gegebenenfalls einer Sonder oder Rentenzulage zusammen. (Siehe auch: https://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=10645)

    • Jürgen Krupp

      Hallo Johannes,
      die Rentenerhöhung auf 70 - 80 % des Einkommens wären beitragsfinanziert.
      Aber nehmen wir mal deinen Vorschlag und gehen wir von einem bedingungslosen Grundeinkommen zwischen € 1.100 - € 1.600 aus, dann sollte es doch möglich sein,
      durch eigene Zuzahlung diesen Wert zu erhöhen, um halt auf die 70 % - 80 % zu kommen. Hier erwarte ich einen Sparfond, dessen Rendite über der Inflationsrate staatlich garantiert ist. So etwas gibt es auch in den skandinavischen Ländern.
      Grüße Jürgen

      • Johannes

        Das wäre sicherlich eine Möglichkeit. Man könnte auch die beitragsfinanzierte Rente in reduzierter Form auf die Grundrente drauflegen. Mir kommt es vor allem auf die Grundrente an, damit niemand mehr über die Ämter tingeln muss, um sein Existenzminimum zu sichern. Außerdem ist es eine gerechte Lösung, weil jeder sie bekommt.

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      • Christina Müller

        Es ist wirklich schade, dass ob der fehlenden Zeit (!!!), Dein Vorschlag zur Sockelrente nicht ausreichend bzw. überhaupt keine Beachtung im TR "Gesellschaft & Soziales" gefunden hat, lieber Johannes!

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      • GK aus MO

        Liebe Aufstehende,

        den vorstehenden Vorschlag der Untergruppe Rente des Themenraums Gesellschaft und Soziales habe ich nach der abschließenden Abstimmung in der Untergruppe unterstützt und bitte auch andere um ihr Unterstützungsvotum.

        Dessen ungeachtet bin ich der Auffassung, dass jedem Mensch ungeachtet seines Beziehungsstatus' und Geschlechts jeweils der gleiche Betrag bei gleicher Erfüllung der für alle geltenden Voraussetzungen zusteht. Etwaige Synergieeffekte durch Ehe / Partnerschaft und Familie haben der Staat und die von ihm organisierten und kontrollierten Sicherungssysteme nicht zu ihren und ihrer Kassen Gunsten auszunutzen sondern entsprechend dem grundgesetzlichen Auftrag an den Staat zur Förderung und zum Schutz von Ehe und Familie ebendort zu belassen.

        Im Übrigen bin ich als Befürworter des Bedingungslosen Grundeinkommens dafür, in Zwischenschritten wie zum Beispiel der Kindergrundsicherung oder wie hier der Sockelrente für alle dem BGE näher zu kommen.

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        • Christina Müller

          Vollkommen unzureichend sind die verschiedenen Rentenarten wie Erwerbsminderungsrenten zu Wort gekommen! Wie kann es sein, dass kraft Geset, niemand diskriminiert werden darf, aber bei der EM-Rente Abzüge anstehen ? Daher die Forderung: Keine Abzüge bei der EM-Rente wegen Krankheit !!! Was übrigens laut EU so sein sollte, #Bundesregierung !

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          • Uwe Mergel

            Zur Thematik Rente noch eine Ergänzung, für Betriebsrenten müssen ab sofort auch die DDR- Dienstjahre voll anerkannt und berechnet werden. Das gilt u.a. bei Post und Bahn, da beginnen für Betriebsrenten die Dienstjahre erst mit der sogenannten Wende oder auch später. Viele Leute wären davon betroffen. Es ist eine Schikane, wenn man Dienst- Arbeitsjahre in DDR einfach ignoriert oder die Nichtanerkennung damit begründet, dass man als DDR- Bürger ja nicht ins westliche Betriebsrentensystem bei Konzernen eingezahlt hat.

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            • Christina Müller

              Vollkommen unzureichend sind die verschiedenen Rentenarten wie Erwerbsminderungsrenten zu Wort gekommen! Wie kann es sein, dass kraft Gesetz niemand diskriminiert werden darf, aber bei der EM-Rente Abzüge an stehen ? Daher die Forderung:
              Keine Abzüge bei der EM-Rente wegen Krankheit !!! Was übrigens laut EU so sein sollte, #Bundesregierung !!!!

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              • Wolfgang, Berlin

                Ich schlage vor, die erworbenen Rentenansprüche zum Zeitpunkt des Renteneintritts nur zu 50% auf der Grundsicherung anzurechnen. Momentan werden Rentner mit eigenen Ansprüchen (45 Jahre vollzeit mit 12,50 Euro Lohn führt heute zu einem Rentenanspruch auf Grundsicherungsniveau!) und Rentner ohne eigene Rentenansprüche näherungsweise gleichgestellt, was nicht gerecht ist. Damit würde ein Anreiz geschaffen Beiträge in die GRV einzuzahlen, um auch bei kleinen und mittleren Einkommen ein Rentenniveau deutlich oberhalb der Grundsicherung zu erreichen.

                • Christina Müller

                  Ja Wolfgang, meine volle Zustimmung! Aufstehen ist aufgestanden, um Ungerechtigkeiten - vor allem soziale - aus dem Weg zu räumen. Alles andere kommt m. E. den angeprangerten "Selbstgerechten" gleich. Jemand der in die GRV eingezahlt hat, MUSS mehr ausbezahlt bekommen, als jemand, der nie eingezahlt hat! Alles ANDERE schürt Schwarzarbeit usw..

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                • Jürgen Krupp

                  Mehrere konkrete Umsetzungsstufen erarbeiten.
                  Zur Umsetzung der beiden Kernforderungen:
                  1. Mindestrente einführen, 2. Rentenanspruch von 48 % auf 70-80 % erhöhen, gibt es mehrere Alternativen.
                  Vielleicht sollten wir zwei Umsetzungsalternativen anbieten:
                  1. Kurzfristig umsetzbar (d.h. in der nächsten Legislaturperiode)
                  z.B. die Anhebung der Mindestrente vom heutigen Hartz IV Niveau auf die Ebene der Diakonie und ihre jährliche Dynamisierung,
                  die Anhebung des Rentenanspruchs, soweit sie durch Beitragserhöhungen finanzierbar ist.
                  2. Mittel- langfristig umsetzbar
                  Maßnahmen die weitere Reformen, wie z.B. Steuerreform, voraussetzen.

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