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Europa der Kulturen

Austrasier Austrasier  •  2021-05-18  •    2 Kommentare

Antrags-Code: Vorschlag-2021-05-270

Wir brauchen eine EU der kulturellen Vielfalt, statt einer EU der wirtschaftlichen Einfalt.

Grundsätzlich ist die EU eine gute Sache. Man versucht nur zu viele Dinge europaweit zu vereinheitlichen, mit dem Vorwand Europa zu einen. Dabei werden allerdings größtenteils wirtschaftliche Aspekte in den Vordergrund gerückt, andere geraten dagegen aus dem Blickfeld. In vielen Fällen wird auf regionale Besonderheiten von Kultur, gewachsenen Traditionen in Landwirtschaft und Handwerk, oder auch nur im Hinblick auf geographische, klimatische oder Aspekte der Bevölkerungsstruktur leider zu wenig geachtet. Ausserdem ist die so gepriesene Arbeitnehmerfreizügigkeit meist nur ein schönes Wort für die Entwurzelung vieler Familien, Wissens-, Ausbildungs- und Arbeitskräftetransfer von ärmeren in reichere Länder der EU. Eine solche EU verliert mehr und mehr an Zustimmung und Akzeptanz. Die EU muss eine EU der Regionen werden, wie es einmal zeitweise auch propagiert wurde. Dazu gehört es die einzelnen Länder, oder auch ganze Regionen möglichst unabhängig zu machen und nicht in Abhängigkeit zu halten oder mit Gesetzen und Verordnngen die Wurzeln der eigenen Kultur zu kappen oder zu knebeln. Dazu wäre es vielleicht auch erforderlich ein nach EU-Regeln mögliches Unabhängigkeitsverfahren zu legitimieren, das einzelne Regionen nicht aus ihren Heimatländern oder Staaten herauslöst, sondern ihnen ermöglicht in gewissem Umfang, vielleicht vor allem in kultureller Hinsicht unabhängiger zu werden, bzw. zu bleiben. Die EU wurde einst nicht nur aus friedenspolitischen Gründen aus der Taufe gehoben, sondern auch aus Gründen handfester wirtschaftspolitischer Interessen. Zwar ist der äußere Friede zwischen den Staaten so gesichert worden und auch ein gewisses Wachstum des Wohlstandes in der ganzen EU. Doch die Entwicklung zeigt viele Verwerfungen. Hier braucht es mehr Freiheiten, mehr Vielfalt, mehr Gleichberechtigung, mehr Rücksichtnahme auf die Besonderheiten von ärmeren Ländern und Regionen dahingehend, dass man ihnen ihre kulturelle Identität gewährt, ihre Arbeitskräfte und Wissenschaftler nicht abwirbt, eine eigene Parallelwährung neben dem Euro zulässt etc. pp. wenn die EU weiterhin auch ein Friedensprojekt bleiben soll, von dem die gesamte Bevölkerung der EU profitieren soll und nicht nur die reichen Länder.


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  • bierbrauer

    Lieber Austrasier,
    Dein Anliegen zur kulturellen Vielfalt sehe ich wie du. Du unterschätzt aber die Strategen der westlichen Werte, wenn du glaubst, "Die EU wurde einst nicht nur aus friedenspolitischen Gründen aus der Taufe gehoben, sondern auch aus Gründen handfester wirtschaftspolitischer Interessen." Ihr Friedensprojekt ist in Wahrheit ein "Drohprojekt", das den Status Quo im Auge hat, nämlich die Ausbeutung der Bodenschätze und billigen Arbeitskräfte fremder Länder. Man möchte dabei die nicht widerspenstigen Länder Europas hinter einem Kommando einer Zentralregierung vereint sehen, damit anderen weltweiten globalen Playern mit der 500 Millionen Bevölkerung Angst gemacht werden kann. Erst militärische Stärke garantiert den Status Quo und unseren unnatürlich und ungerecht empfundenen Wohlstand. Zunächst eine Eurasische Union mit Russland und China anzustreben würde den Frieden sicherer machen. Mein Rat: Jede EU-Wahl boykottieren um eine Wahlbeteiligung wieder unter 50% zu bringen.

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    • Peter M.

      Dennoch ist doch alles sowieso nur ein absurdes Spiel. Wenn Sie einmal alles hinterfragen, erkennen Sie deutlich, dass diese mit der wahren Welt / Natur absolut nichts zu tun hat und unser Gehirn nur irgendwelche Primärdaten wiedergibt. Politik / Demokratie / Wirtschaft / Geldabhängigkeit / das Monopoly um den Planeten Erde und seine Geschöpfe wurden uns nur andressiert bzw. falsch vorgelebt. Als Baby waren wir noch völlig „normal“. Unser Gehirn ist manipuliert und wurde in dieses „Spiel“ interniert. Siehe auch unter „Das Universum und die Dummheit des Menschen,...“

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