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Einführung der 25-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich

Nico Nico  •  2021-05-05  •    3 Kommentare

Antrags-Code: Vorschlag-2021-05-239

Schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit auf 25h/Woche bei vollem Lohnausgleich

Notwendiger Kulturwandel

Es bedarf eines radikalen Kulturwandels: Wohlstand darf sich nicht mehr nur an materiellen Gütern bemessen, sondern der Zeit, die wir nicht für unsere Lebenssicherung aufbringen müssen und damit freier gestalten können. Die durch technologische Entwicklung entstandenen Produktionszuwächse der Vergangenheit und Zukunft müssen genutzt werden, um die Erwerbsarbeitswoche so weit wie möglich zu verkürzen. Ziel muss es sein, mehr sinnvolle und gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig die Erwerbsarbeit zu reduzieren, um mehr Zeit für andere Arbeitsformen und sinnstiftende Tätigkeiten („Freizeit“) zu erhalten. Dabei darf nicht vergessen werden: Arbeit sollte nie einen Selbstzweck darstellen, sondern muss ein Mittel zum wirklichen Reichtum sein – dem Reichtum an Lebenszeit und der Nutzung für höhere Tätigkeiten, für Muße, Kunst, menschliche Begegnungen, Spiel, Naturgenuss, Meditation.

 

Formen gesellschaftlich notwendiger Arbeit

Gesellschaftlich notwendige Arbeit lässt sich in mehrere Formen unterteilen: Produktionsarbeit, Reproduktions- / Care-Arbeit, emotionale Arbeit / Beziehungsarbeit und gesellschaftsstiftende Arbeit. Im bisherigen Verständnis umfasst der Begriff Arbeit meist nur die Produktionsarbeit. Deren Reduzierung bedeutet in diesem Sinne nur eine Ausweitung der „Freizeit“. Es muss aber auch um eine Reduzierung zugunsten der anderen Arbeitsformen gehen, da nicht nur die Bedürfnisbefriedigung durch Güter und Dienstleistungen für das gesellschaftliche Leben bedeutsam ist, sondern auch die Gestaltung der Zusammenlebens: Freundschaften, Liebe, Partnerschaften, Erziehung, Pflege von Angehörigen gesellschaftliches Engagement.

 

Vorteile reduzierter Lohnarbeitszeit

Es ist an der Zeit, wieder für eine Reduzierung der Lohnarbeitszeit zu kämpfen. Denn diese würde helfen, zahlreiche gesellschaftliche Probleme zu lösen, u.a.:

- Ökonomische Ungleichheit: Produktivitätszuwächse landen nicht mehr nur als Profit in den Taschen der Reichen, sondern kommen in Form von Freizeit (und damit indirekter Lohnerhöhung) auch bei Lohnabhängigen an

- CO2-Emissionen werden vermindert

- Arbeitslosigkeit und Ungleichverteilung von gesellschaftlich notwendiger Arbeit zwischen den Generationen und Geschlechtern wird reduziert

- Emanzipation für Männer und Frauen wird durch gleichberechtigte Aufteilung gesellschaftlich notwendiger Arbeit gefördert

- gesellschaftliche Kosten aufgrund von Stress, Burnout, Unfällen, etc. werden reduziert

- die Produktivität wird durch erholte und motivierte Beschäftigte erhöht


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  • Peter M.

    Dennoch ist doch alles sowieso nur ein absurdes Spiel. Wenn Sie einmal ihre Gedanken im Gehirn hinterfragen, erkennen Sie deutlich, dass diese mit der wahren Welt / Natur absolut nichts zu tun haben und Ihr Gehirn nur irgendwelche Primärdaten wiedergibt. Politik / Demokratie / Wirtschaft / Geldabhängigkeit / das Monopoly um den Planeten Erde und seine Geschöpfe wurden uns nur andressiert bzw. falsch vorgelebt. Als Baby waren wir noch völlig „normal“. Unser Gehirn ist manipuliert und wurde in dieses „Spiel“ interniert. Siehe auch unter „Das Universum und die Dummheit des Menschen,...“

    Keine Rückmeldungen
    • Felix

      Arbeitszeitreduzierung wäre sinnvoll und bei der Betrachtung des Produktivitätszuwachses auch überfällig.
      Die Forderung von 25h/Woche ist aber unrealistisch. Warum nicht zunächst mal die generelle 35h-Woche fordern. Das ließe sich ohne größere Verwerfungen sofort umsetzen und wird teilweise ja schon praktiziert.

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