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Kunst und Kultur als Grundrecht und Lebensmittel die Verfassung

Katharina Waltraud Boll Katharina Waltraud Boll  •  2021-04-12  •    3 Kommentare
Wer wird von uns singen, von uns erzählen, das Leben unverfälscht abbilden?
Wer wird von uns singen, von uns erzählen, das Leben unverfälscht abbilden?


Antrags-Code: Vorschlag-2021-04-124

Kunst & Kultur sind so wichtig wie Wasser und Luft. Seit Menschengedenken reflektieren Menschengruppen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Kunst und Kultur und verbinden sich mit dem Unsichtbaren.

Der Versuch von Kunst-, Musik- und Filmindustrie, die wesentlichen Ausdrucksformen von uns Menschen, die wir brauchen, um uns zu verstehen und zu verbinden, breitflächig industriell zu vermarkten, führte in eine klare Verarmung und Zweckgebundenheit. Kunstfreiheit braucht Schutz. Finanziell und gesellschaflich. In den zur Zeit angewandten Stipendienprogrammen ("Neustart" - was für ein unfassbarer Titel (The great Reseat???) müssen sich erfahrene wie junge Künstler einem unwürdigen Antragssystem unterwerfen, worüber krass unterqualifizierte Jurien entscheiden. Sie müssen ihre Ideen im Keimzustand veröffentlichen (die gern geklaut werden, auch von Jurymitgliedern), noch bevor sie auch nur ansatzweise ausgearbeitet wurden. Das Wesen der Kunst ist Entwicklung und Entdeckung. Eine Anfangsidee kann während des künstlerischen Prozesses zu anfangs ungeahnten Ergebnissen führen. Ein künstlerischer Prozess ist eine Reise. Kunst ist weder universitär (Erfüllen eines Konzeptes) noch industriell (Erfüllen eines Vermarktungszwecks). Kunst entsteht - zusammen mitanderen oder in Bezugnahme auf  Gesehenes. Um die Kunst und Kultur als lebensnotwendiges Ausdrucksmittel in verschiedensten Formen zu schützen, ist es nötig, sie komplett von Politik und mit unterqualifizierten Jurien bestückten Auswahlsystemen zu trennen. Ausgebildete und/oder nachweislich kontinuierlich arbeitende Künstler brauchen ein staatliches Unterstützungssystem, das - ähnlich wie in England - unabhängig von politischen, universitären und kommerziellen Interessen greift. Dazu braucht es außerdem eine massive staatliche Förderung von ausgestatteten Räumen, die ein reiches, verschiedenartiges, qualitatives, kulturelles Leben eröffnen und zugänglich und möglich machen. Aso: Künstlerexistenzgeld für die Zeit während des oft langen künstlerischen Prozsses, in dem nichts verdient werden kann, und Räume, Räume, Räume. Dazu massive Förderung von Amateurgrppen und generell der Förderung von Kunst, Kreativität und Ausdruck vom Kindergartenalter an.


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  • Hans Jürgen spandau

    Es gibt zahlreiche Vorschläge zum Themenschwerpunkt öffentliche und soziale Daseinsvorsorge mit über 1400 Unterstützer im Consul, besonders zu Gesundheit (533) und der öffentlichen Wohnraumversorgung (395). Vielen ist gemeinsam, die Funktionsfähigkeit des Marktes und die Rolle des Privateigentums in Frage zu stellen und die öffentliche Verantwortung für eine bedarfsgerechte Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen zu betonen. Die UG Daseinsvorsorge hat den Vorschlag „Lebenswerte bezahlbare Wohnungen für alle“ eingestellt. Jede Stimme zählt! Wir rufen alle Interessierten auf, bei unserer inhaltlichen Debatte mitzumachen und eine gemeinsame Vorgehensweise für die Abstimmung zu beraten. Die öffentliche soziale Daseinsvorsorge muss Themenschwerpunkt der aufstehen Wahlkampagne werden! Nächster Termin 2.6.21 um 19 Uhr; Einwahl: https://zoom.us/j/99854227556?pwd=L051QVlDU0NSWVRuRGxmZU14Sitvdz09
    UG Daseinsvorsorge TR Gesellschaft&Soziales; Email: soziales@aufstehen.de

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    • Peter M.

      Dennoch ist doch alles sowieso nur ein absurdes Spiel. Wenn Sie einmal alles hinterfragen, erkennen Sie deutlich, dass diese mit der wahren Welt / Natur absolut nichts zu tun hat und unser Gehirn nur irgendwelche Primärdaten wiedergibt. Politik / Demokratie / Wirtschaft / Geldabhängigkeit / das Monopoly um den Planeten Erde und seine Geschöpfe wurden uns nur andressiert bzw. falsch vorgelebt. Als Baby waren wir noch völlig „normal“. Unser Gehirn ist manipuliert und wurde in dieses „Spiel“ interniert. Siehe auch unter „Das Universum und die Dummheit des Menschen,...“

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      • Werner Kraft

        Ich habe mich selbst für ein Kultur- und Kreativzentrum im Umland des Münchener Nordens eingesetzt, fand es aber schwierig, dafür Unterstützer zu finden. Auch weil sich im (ländlichen Raum) nur 25 % der Bevölkerung dafür interessiert, wie ich bei einer Bürgerbefragung herausbekommen habe.
        Und in München und Hamburg werden eben vor allem große prestigeträchtige Vorhaben wie eine Philharmonie gefördert, die hunderte Millionen Euro kosten.
        Was mich etwas wundert: Künstler bringen in ihren Projekten kaum des Thema "Prekariat" zur Sprache, auch wenn sie selbst davon betroffen sind. Sie könnten sich doch im Rahmen von "Aufstehen" da mehr engagieren.

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