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Kein Privateigentum an Grund und Boden

RF (Aufstehen Leipzig) RF (Aufstehen Leipzig)  •  2021-03-28  •    12 Kommentare  • 

Wäre es nicht sinnvoll, dass Grund und Boden ab einer bestimmten Größe nicht mehr als Privateigentum besessen werden darf?

Im Sinne der Vergesellschaftung von Grund und Boden wäre dieser als Allmende/Commons zu fassen - z.B. als Eigentum der öffentlichen Hand oder gemeinnütziger Genossenschaften/Stiftungen. Zur Nutzung dürfte es dann nur noch verpachtet werden.

Kommentare (12)


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  • RF (Aufstehen Leipzig)

    Mich würden die Argumente derjenigen interessieren, die den Diskussionsbeitrag negativ bewertet haben! Ohne Argumente kann ich die Meinung leider nicht nachvollziehen.

    • Heinz-Dietrich Saupe

      Eine grundsätzliche Bodenreform könnte (uns sollte) Eigentum an Land verteilen. Eigenes Land bedeutet, ich kann dort tun, was ich möchte, also ganz gleich ob Garten oder Nutzanbau. Einzig die Größe von Privatland sollte diskutabel sein, ich denke 1 ha (100m*100m) sollten ausreichen, für die gwerbliche Nutzung sollten 4 ha genügen.

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    • JJK

      Nicht nur die Größe des Grundstücks, sondern auch die Art der Nutzung ist wichtig. Wenn eine Privatperson in einem Hochhaus 20 Eigentumswohnungen besitzt und profitorientiert vermietet, wäre die Erbpacht für den Boden, auf dem so ein Haus steht, schon kein wirksames Mittel mehr, um Ausbeutung (von Mieter*innen) zu verhindern.
      Grundsätzlich sollte Boden, egal ob 1 qm, 2.000 oder 100.000, Gemeineigentum bleiben und nur noch verpachtet werden. Der unvermehrbare Grund und Boden gehört nicht einzelnen Menschen, die sich geschichtlich zufällig darauf niedergelassen und einen Zaun darum gezogen haben. Er gehört der gesamten Gesellschaft. Wenn er in Erbpacht vergeben wird, könnten die darauf wohnenden Nachkommen natürlich ein Vorzugsrecht haben bei der erneuten Pachtvergabe nach 99 Jahren.

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      • sprite

        Die Formulierung ist mir zu schwammig. Von Flächen welcher Größenordnung sprechen wir hier? Sollen Häuser und Höfe, die in Generationen bewohnt und bewirtschaftet wurde plötzlich in die allgemeine Hand übergehen? Bei Grundstücksspekulationen bin ich dabei, aber man sollte hier sehr genau abwägen. Mit öffentlichen Flächen wird auch oftmals Raubbau betrieben.

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        • Frank Teichert

          Privateigentum an Grund und Boden ist meiner Meinung nach auch der Grund allen Übels. Damit meine ich nicht das Eigentum an Deinem Grund wo dein Haus steht und Deine Familöie auf 2000qm lebt, sondern aun riesigen, vor allem Land und Forstwirtschaftlichen Flächen und Flächen in den Städten.

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          • Uwe Mergel

            Mit Boden, der Teil unserer einmaligen Erde ist, darf nicht Geschäft gemacht werden, darf nicht spekuliert werden. Wie benachteiligt sind Menschen, die keinen Boden- Privateigentum an Grund und Boden haben? Man sollte hier klar Begrenzungen von Grundstücksgrößen anstreben.

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            • Migg

              Der Natur ist es egal ob jemand meint, dass er (Boden) Besitzer der Natur ist. Der Natur ist es auch egal, ob sie zerstört wird oder vergewaltigt wird. Die Natur kommt auch ohne Menschen aus. Die Menschen aber nicht ohne Natur. Deshalb ist die Diskussion über Bodeneigentum eigentlich absurd.
              Weil aber die gegenwärtige Realität des Menschen bzw. die des Kapitalismus, vom besitzendem Eigentum umgeben ist und die Besitznahme von Boden eine wesentliche Rolle spielt, ist eine Diskussion notwendig.
              Das hier nur wenige diesen Beitrag diskutieren bedeutet im Umkehrschluss, dass die Mehrheit mit der kapitalistischen Eigentumspolitik einverstanden ist.
              Das linke Kleinbürgertum hier im Forum möchte den Kapitalismus behalten und wünscht sich nur paar kleine "Verbesserungen", die für sie zum Vorteil sind.

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              • Peter M.

                Dennoch ist doch alles sowieso nur ein absurdes Spiel. Wenn Sie einmal alles hinterfragen, erkennen Sie deutlich, dass diese mit der wahren Welt / Natur absolut nichts zu tun hat und unser Gehirn nur irgendwelche Primärdaten wiedergibt. Politik / Demokratie / Wirtschaft / Geldabhängigkeit / das Monopoly um den Planeten Erde und seine Geschöpfe wurden uns nur andressiert bzw. falsch vorgelebt. Als Baby waren wir noch völlig „normal“. Unser Gehirn ist manipuliert und wurde in dieses „Spiel“ interniert. Siehe auch unter „Das Universum und die Dummheit des Menschen,...“

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                • Peter M

                  Danke für dieses Thema! Also meiner Meinung nach sollte aller Grund und Boden (inkl. meinen gekauftem Grundstück!) Zwangsprivatisiert werden. Einfach den Bodenrichtwert (viell. -10%, ein bisschen Verlust ist immer) als Ausgleich zahlen (und komme mir niemand mit "wer soll das bezahlen". Viel zu oft haben sich Kommunen darüber finanziert, einfach erbärmlich, diese 1-Mal Geschäfte auf kosten Aller). Das heutige System führt spät. seit der Null-Zinsphase zwangsläufig zu immer höheren Bodenpreisen - einfach absurd. Darüber sollte ausschließlich das Volk (= der Staat) verfügen.

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                  • Guido Riga

                    Gemeingüter gehören generell in Gemeinschaftseigentum!

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                    • Bürger999

                      Besitzen kann man nur Güter, für Boden kann es nur ein Nutzungsrecht geben, dass von der Gesellschaft bestimmt wird. Grund kann nicht vererbt werden, höchstens ein Vorrecht auf Nutzung. Mit einer Pacht auf allen Boden würde Land als Anlageobjekt unattraktiv...

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