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Die Mehrheit hier möchten den Kapitalismus behalten

Migg Migg  •  2021-04-13  •    20 Kommentare  • 

Anhand der Themenvorschläge kann man ablesen, dass die Mehrheit hier das kapitalistische System behalten möchte.

Nur ein paar kleine (unbedeutende) Verbesserungen wie z.B. Tempolimit 130 kmh oder Mindestlohn 13.- € und alles ist in Ordnung - ohne das Fundament des Systems verändern zu wollen.

Ich gehöre nicht zu dieser Mehrheit. Ich bin Arbeiter und habe das "Glück", dass ich Klassenbewusstsein habe. Deshalb sehe ich, dass sich die Mehrheit hier von bürgerlicher Moral und Humanismus leiten lässt - alles im Rahmen des Neoliberalismus.

Wozu dieser ganze Aufwand, wenn alles so bleiben soll wie es ist?

Manni Guerth

Kommentare (20)


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  • Subculture

    Ich seh das so, du brauchst erstmal eine sozialistische partei an der macht damit man prozesse einleiten kann dass man irgendwann einen sozialistischen staat hat. Man muss ja auch schauen was kurzfristig gute strategien sind die "sozialgerecht/klimafreundlich etc sind. Deshalb muss man erstmal an symptomen herum doktoren.
    Denn wir machen das hier für eine Bundestagwahl in 6 Monaten! Es muss alles auch realisierbar sein. Ausserdem is der großteil in deutsachland nicht bereit für Sozialismus.
    Man kann aber sozialistische themen fordern. Ich bin ganz und gar kein Kapitalist... Aber wer glaubt selbst mit der Linken haben wir in 4 Jahren Sozialismus.... so einfach geht das nich.

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    • Solidaria

      Das Bedauerliche ist, dass ein Großteil des arbeitenden Volkes gerade genug hat, um mit dem Kapitalismus zufrieden zu sein. Lieber mal wegsehen und arme Leute als faul oder asozial bezeichnen. Ja ihnen sogar vorzuhalten, dass sie, das arbeitende Volk, von ihrem hart verdienten Geld die Sozialschmarotzer durch Steuerabgaben mit finanzieren. Sie verdrängen dabei, dass sie selbst einmal durch Krankheit, Arbeitsverlust, etc. in einen Notstand geraten könnten. Die Arbeitslosen sind überwiegend selbst der Meinung schuld an ihrem Unvermögen zu tragen. Sie schämen sich und kämen gar nicht auf die Idee etwas einzufordern. Wir werden doch schon kapitalistisch erzogen. Jeder ist seines Glückes Schmied. Wer tüchtig ist, der kann etwas aus sich machen und aufbauen. Doch nicht jeder hat das große Los, aufgrund von familiärer Herkunft, Krankheit oder Behinderung. Man glaubt: Soziale Themen sind einfach nicht Zeitgemäß. Es geht "uns" doch gut! *Augen roll*

    • Benutzer gelöscht  •  2021-04-19 20:51:27

      Bei der diesjährigen Bundestagswahl gilt es, die CDU/CSU in die Opposition zu schicken und den Rechtstrend umzukehren. Eine "Beseitigung" des "Kapitalismus" ist bis dahin nicht machbar!

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      • JJK

        Leider. Dabei hat sogar einer wie Warren Buffett offen gesagt, seine Klasse der Reichen führe Krieg gegen die Arbeitenden, und seine Klasse sei es, die gewinne. George Soros meinte, Marx' Kapital sei das beste Buch über den Kapitalismus. Henry Ford meinte, wenn alle verstehen würden, wie der Kapitalismus und sein Finanzsystem funktionierten, hätten wir morgen die Revolution. Aber leider hat trotzdem die prokapitalistische, antikommunistische Propaganda gesiegt. Hinzu kommt, was Lenin schon vor über hundert Jahren meinte: Da es den Lohnabhängigen in den entwickelten Ländern relativ gut gehe, hätte sich dort eine selbstzufriedene "Arbeiteraristokratie" herausgebildet, die kein Interesse an globalen Veränderungen der Verhältnisse hätte. Heute und insbesondere zukünftig fahren wir mit dem Kapitalismus so richtig gegen die Wand. Einfach deswegen, weil er systemnotwendig Ressourcen verschwendet und vernichtet, um eine kleine Minderheit von Kapitalisten mit absurden Profiten zu überschütten.

        • Migg
          Migg  •  Verfasser  •  2021-04-13 23:25:53

          Das ist leider richtig.
          Wobei man etwas differenzieren sollte. Die ökonomische Situation der gewerblichen Lohnabhängigen und die, die im Dienstleistungssektor arbeiten hat sich sehr verschlechtert. Für die politische, praktische Arbeit ist das ganz gut. Heute ist es möglich unsere Ideen ohne angepöbelt zu werden, öffentlich mit "normalen" Menschen zu diskutieren - das war früher anders in der BRD.
          Vor Corona hab' ich in verschiedenen Hamburger Stadtteilen öffentliche Straßendiskussion gemacht, was sehr positiv war.

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        • Mazdak

          Der Kapitalismus überwinden und große Konzerne Vergesellschaften.

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          • Citoyen Alexandre

            Es bleibt ja nicht wie es ist!
            Es wird ständig schlimmer, und wenn es so weitergeht, droht uns irgendwann eine sekundäre Primitivität.
            "Die Revolution ist notwendig, darum ist sie möglich." Wir müssen sie nur endlich wollen.
            Bis dahin akzeptiere ich alle Versuche, die Negativentwicklung aufzuhalten, auch wenn das auf Dauer gesehen keine Lösung sein kann. Da hast Du völlig Recht.

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            • Rainer Hildebrandt

              Wir sollten mit dem einfachen anfangen und und die Menschen in der Linkspartei verpflichtend zur Erklärung des Systemwandels zu sozial und ökologischer Gesellschaft zwingen. Sie ist sonst dem Verfall und dem Verschwinden preisgegeben. Die jetzigen Verantwortlichen haben mit "Links" nur noch ihre Mandate im Kopf und nicht ihre Mandanten.

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              • Benutzer gelöscht  •  2021-04-19 21:13:18

                Gut, sich der eigenen Klassen-Zugehörigkeit bewusst zu sein. Das sollte aber nicht zur Überheblichkeit führen.
                Ich: ein alter Bergmann.

              • Benutzer gelöscht  •  2021-04-19 21:07:50

                Der Aufwand hier lohnt sich in der Hinsicht, als dass man hier erstmalig eine direktere Diskussionsmöglichkeit vorfindet und so Übereinkünfte treffen können - ohne Ansehen der Person und auf "Augenhöhe" / Monitorhöhe.
                Das Übereinkünfte-treffen sollte auch "trainiert" werden für kommende Schwerpunkte.

                • Migg
                  Migg  •  Verfasser  •  2021-04-28 18:42:39

                  Da gebe ich dir recht. Es ist wichtig, Möglichkeiten zu haben, um sich weiterentwickeln zu können.

                  • Benutzer gelöscht  •  2021-05-01 11:15:59

                    Ich sehe dieses gesamte "Bürgerwahlen"-Portal vorerst "nur" als Übung. Aufstehen muss erst einmal selbst auf die Beine kommen, weil dieses Projekt in der Öffentlichkeit kaum noch wahrgenommen wird. Zu viel Zeit ist verstrichen seit Gründung und andere Bewegungen, wie FFF, haben #aufstehen inzwischen weit überholt in der Aufmerksamkeit.
                    Schaut man in den Gründungs-Prozess von #aufstehen und sieht, welche Promis anfangs das Projekt unterstützten, so liegt noch viel Potential brach, das reaktiviert werden sollte. Dazu bedürfte es eine Übereinkunft, die über diese Bürgerwahl-Plattform hinausgeht! Die ganzen hier gemachten Vorschläge nützen letztendlich nicht viel, wenn diese in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden. Man benötigt auch ein Partei übergreifendes Wahlbündnis zur Sozialen Frage.

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                • Peter M.

                  Das ist ja das Problem. Geld gilt nicht umsonst als Teufel bzw. Versuchung, wodurch man seine Seele, sein Verstand und Herz verkauft, ohne es zu merken. Weltweit ist sogar der Kunde (der Hilfsbedürftige) der König, wodurch sich inzwischen fast alle Gesellschaften an der Ausbeutung, Verarbeitung und Verkauf des Planeten beteiligen - der "kalte Krieg" gegen den Planeten Erde und seine Geschöpfe. Wir sind damit alles Krieger gegen "Gott" (die Natur) - das Geschwür für den Organismus Erde.