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Digitalisierung für ALLE, Information für ALLE

Astrid Heinzl Astrid Heinzl  •  2021-04-11  •    19 Kommentare  • 

Information muss allen FREI zugänglich gemacht werden. Im Zeitalter des Internets ist vielen die Teilhabe an Information und Kommunikation aufgrund fehlender monetärer Mittel und aufgrund fehlender Schulungsmaßnahmen nicht oder kaum möglich. Immer mehr und wesentliche Amtsgänge, Anträge erhalten digitalisierten Zugang, aber ein großer Teil der Bevölkerung kann diese Möglichkeit nicht nutzen. Damit ist eine weitere Spaltung der Gesellschaft schon vorprogrammiert. Ich fordere im Interesse des Allgemeinwohls die Möglichkeit zu freiem Zugang zum Internet, Hilfestellung bei der Nutzung, Gebührenbefreiung, freies SICHERES WLAN. Information und Kommunikation zu unterschätzen führt zu einer Entdemokratisierung.   Siehe Artikel 5 Grundgesetz: Durch die Informationsfreiheit geschützt ist der grundsätzlich freie und ungehinderte Zugang eines jeden Bürgers zu „allgemein zugänglichen Informationsquellen“. Damit sind nicht nur die klassischen Massenmedien Presse, Rundfunk und Fernsehen gemeint, sondern auch das zunehmend bei der Informationsbeschaffung in den Fokus tretende Internet.

Kommentare (19)


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  • Zorrita

    Ich möchte allerdings das Recht haben, in meinem Privatleben informationstechnisch auf den Stand von 1998 zu verbleiben, ohne dadurch Nachteile zu erleiden.

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    • JJK

      So wie Information und Kommunikation heute organisiert sind, nämlich in profit- und kontrollorientierter privater oder staatlicher Hand, werden damit ALLE Big Data, algorithmus-basierter Informationssteuerung und staatlicher Überwachung ausgesetzt. Das zugrunde liegende Wirtschafts- und Politiksystem müsste erst demokratisiert werden, damit nicht darauf aufsetzende digitale Systeme jeden Haushalt durchleuchten. Nur dann sollte es eine datensouveräne, dezentralisierte und soziale Digitalisierung und Information für ALLE geben.

      • Judit L.

        Das sehe ich auch so. Ein freies Internet bedeutet auch das Verbot der Datensammlung und Hordung. Ich bin völlig gegen eine stärkere Digitalisierung, auch und gerade in den Schulen. Stattdessen ist es notwendig, Medienkompetenz als Schulfach mit aufzunehmen. Unsere Gehirne sind leicht manipulierbar, wenn man lebenslanges betreutes Denken vermeiden will, sollte man bereits als Kind das Durchschauen von Manipulation und Rhetorik und wie man sich davor schützen kann, erlernen. Hackable Humans sind hingegen keine Option.

        • Judit L.

          Wo kann ich meinen Schreibfehler editieren? Ich meinte nicht die Horde Daten sondern das horten davon.

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          • JJK

            "Betreutes Denken" - super pointiert, muss ich mir merken, danke!!

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            • Faulkater

              Zum Daten sammeln gehören immer zwei: Derjenige der sammelt, und der, der sammeln lässt. Das geht los mit entprechenden Browsereinstellungen und Adblockern, dass man nicht alle Kekse zulässt, und sich nur dort mit seinen Daten anmeldet, wo man wirkliche Geschäftsbeziehungen will. Aber das ist Internet-Grundwissen. Und so leicht sind Gehirne auch nicht manipulierbar, wenn man es nicht zulässt. Wer jede Information mit seinem gesunden Menschenverstand auf Glaubwürdigkeit prüft, und auch mal nach gegensätzlichen Darstellungen sucht, wird recht schnell die Wahrheit von "Fake News" unterscheiden lernen. Der Staat ist leider nicht in der Lage, zu verhindern, dass sich Menschen in Filterblasen einsperren.

              • JJK

                Jedes strukturelle Problem kann man als individuelles interpretieren. Dann wird es aber immer nur eine kleine Minderheit aktiv anpacken. Das ist psychologisch so (Default-Effekt, Status-quo-Verzerrung). Außerdem gibt es viele Umstände, bei denen das Individuum machtlos ist:
                - beruflicher und sozialer Druck, bestimmte Kommunikationswege und -geräte zu nutzen
                - rechtliche Vorschriften, die eingehalten werden müssen (z.B. muss Posteo IP-Adressen speichern)
                - wenn Andere meine Telefonnummer in ihr Adressbuch speichern, wird sie von manchen Datenkranken verarbeitet
                - elektronische Datensammlungen aller Art bewirken "gläserne Menschen" (z.B. als Patient, Bankkunde, Bürger)
                - Polizei und Geheimdienste können durch Gebrauch oder Missbrauch ihrer Mittel praktisch jeden überwachen
                - die meisten kommerziellen Programme analysieren die Daten ihrer Nutzer, z.B. lesen E-Mail-Apps die E-Mails durch.
                Eine andere Wirtschaft bzw. eine andere Politik wurde das standardmäßig für alle beseitigen.

                • Faulkater

                  Ich denke mal eher, es ist ein komplexes Problem, bei dem es viele Befindlickeiten gibt und auch viele Fehler gemacht werden. Und es sollte eben nicht nur nachgedacht werden, wer auf welche Weise Daten sammelt. Es geht vor allem darum, wozu diese Daten verwendet werden. Wenn ein Online-Shop meine Adressdaten speichert, damit ich sie nicht jedes Mal eingeben muss, dann ist dies praktisch. Wenn der Online-Shop meine Daten weiterverkauft, wäre es weniger gut. Wenn es einen guten, gerechten Staat und loyale Staatsbedienstete gibt, müssen nur die um ihre Daten fürchten, die etwas zu verstecken haben. Aber die Erfahrung lehrt, dass man davon nicht immer ausgehen kann. Wenn ich ständig Spam-Mails bekomme, kann ich meinen Spamfilter entsprechend einrichten. Wenn ich jedoch so viel Spam-Mail von verschiedensten Adressen bekommen, dass die nützliche Mail darin untergeht, ist es negativ. Und so gibt es viele Beispiele. Und es werden immer mehr, durch die moderne Technik. Ich denke an IoT, Alexa.

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                  • Faulkater

                    Aber hier kann man weder schwarz, noch weiß malen. Den "Lauscher an der Wand" gab es schon immer, Telefone werden abgehört, seit dem es sie gibt. Je mehr Technik es gibt, um so mehr Hintertüren gibt es. Man kann weitgehend auf moderne Technik verzichten, nur des Datenschutzes wegen. Man kann im blinden Vertrauen alle Technik blauäugig nutzen. Aber man kann auch Kompromisse machen. Jedoch ist es wichtig, klare Datenschutz-Rechtsnormen zu setzen, und diese auch hart durchzusetzen.
                    Eine andere Wirtschaft wird wohl noch lange Wunschtraum bleiben, denn nur die Kanalisierung von Faulheit und Gier bringen Wachstum und Wohlstand. Der Kapitalismus ist suboptimal, aber die einzige Wirtschaftsform, die mit den heutigen Menschen funktioniert.

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                  • JJK

                    Außerdem: Zuhause kann unser Computer übers UEFI stillschweigend die Hardware updaten, ohne dass wir wissen, was drin steckt. Die Meisten benutzen ein kommerzielles OS, das das Nutzerverhalten monetarisiert. Internet, social media, Streamingdienste etc. wird größtenteils kommerziell betrieben, Hardware und Software. Auf Server und Protokolle haben wir keinen individuellen Einfluss. Die meisten Browser sind auch nur begrenzt konfigurierbar. Leider schwächelt da sogar der Open-Source-Bereich (Firefox ist teilweise unsicherer als Googles Chrome/Chromium).
                    Ein Blick auf netzpolitik.org & Co. zeigt, was sonst noch alles schiefgeht. Ausgestiegene Sillicon-Valley-Insider und andere Kritiker warnen seit Jahren vor der Digitalisierung, vgl. z.B. Jaron Lanier (Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst), Shoshana Zuboff (Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus) oder die Netflix-Doku "The Social Dilemma".

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              • Peter M.

                Digitalisierung ist die absolute Verblödung, Kontrolle und Diktatur des Menschen, wodurch er endgültig zum Zombie wird und den Planeten "vollautomatisch" und ferngesteuert mit seinen gigantischen Waffen ausbeutet, verarbeitet und verkauft, damit er das Leid und die Schäden nicht mehr erkennt und begreift.

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                • Henrieke

                  Im Ansatz richtig: Wenn der Staat mich zwingt, digital zu sein, muss er auch dafür blechen. Daher ein Ja von mir.

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                  • nichtganzDichterDenker

                    In Ihrem Vorschlag steht nichts darüber, wie das umgesetzt werden soll. Gibt es dazu Informationen?

                  • Titus

                    Veto. Erstens spielt beim Verständnis von Informationen nicht nur die Digitale Barriere die führende Rolle, sondern die Kenntnis der Realität und die frühere oder spätere Sozialisierung, vor oder nach dem Computer. Zweitens ist nicht der Geldbeutel das Problem, denn Internet ist so günstig wie nie und es gibt zu viele, nicht zu wenig Informationen. Allein die Qualität ist mangelhaft.

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                    • Peter M.

                      Dennoch ist doch alles sowieso nur ein absurdes Spiel. Wenn Sie einmal alles hinterfragen, erkennen Sie deutlich, dass diese mit der wahren Welt / Natur absolut nichts zu tun hat und unser Gehirn nur irgendwelche Primärdaten wiedergibt. Politik / Demokratie / Wirtschaft / Geldabhängigkeit / das Monopoly um den Planeten Erde und seine Geschöpfe wurden uns nur andressiert bzw. falsch vorgelebt. Als Baby waren wir noch völlig „normal“. Unser Gehirn ist manipuliert und wurde in dieses „Spiel“ interniert. Siehe auch unter „Das Universum und die Dummheit des Menschen,...“

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                      • El Reu

                        Das Leben funtioniert analog. Es ist ein Segen, wenn wir es eines Tages weg von der Digitalisierung schaffen. Es sollte immer den analogen Weg geben.

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                        • UWE

                          Solange der Staat (die Stadt bzw. Kommune) und private Anbieter PARALLEL IN EINER STRAßE ein Glasfasernetzt verlegen wird das noch lange nichts mit flächendeckendem Breitband. - Das passiert überall wo es lukrativ ist, leider keine Ausnahme. - Und der ländliche Raum bleibt abgehängt.

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