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Profite und Erfolg einer Firma sollten beim Arbeitnehmer ankommen!

Subculture Subculture  •  2021-04-06  •    21 Kommentare  • 

Ich würde gerne diskutieren wie man den Erfolg und die Profite einer Firma/Unternehmen gerecht den Arbeitnehmer spüren lassen kann.

So das ein Unternehmen nich auf Million/Milliarden erwitschafteten Kapital hockt sondern es dem Arbeitnehmer der daran beteiligt war auch spüren lässt. ( oder der Gesellschaft)

Im Fall Klatten und Quandt wo mit nichts Tun zig Million/Milliarden verdient wird weil man nachfahre eines reichen Unternehmers ist.

Somit im Prinzip eine Sonderstellung in unserer Gesellschaft die sich in Macht und Einfluss äussert. Und eigentlich auch Verantwortung...

Kapitalanhäufung in unermäßlichen Höhen verhindern und der Gesellschaft zugute kommen lassen.

Dabei sollte nicht verhindert werden das ein Unternehmen wachsen und sich weiter verbessern darf!

Sollte man das gesetzlich durchsetzen?

Kommentare (21)


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  • Peter Manne

    Wir müssen die Wirtschaft wieder vom Kopf auf die Füsse stellen. Dazu gehören auch demokratische Mechanismen in Unternehmen, ab einer bestimmten Größe. Nachaltigkeit bei den Rohstoffen und Produkten. Eine Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter ist da nur ein Weg, aber dringend geboten.
    Dieser Weg ist revolutionär, aber ohne Gewalt. Denn Gewalt erzeugt immer Gegengewalt und würde mit logischer Konsequenz zur Vernichtung der Menschheit führen.

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    • JJK

      Könnte man vielleicht dadurch erreichen, dass Belegschaften Mitentscheidungsrecht darüber bekommen, was mit dem Unternehmensumsatz gemacht wird: Wie viel davon deckt Materialbedarf und Fixkosten, wie viel wird für Lohnzahlungen genutzt, wie viel bekommt die Geschäftsführung, wie viel Kapitalanleger, wie viel wird investiert, was geschieht mit dem Gewinn? Das wäre noch keine Enteignung, aber bereits eine deutliche Demokratisierung der Wirtschaft.
      Allerdings glaube ich nicht, dass sich das bei den gegenwärtigen Machtverhältnissen umsetzen lässt. Wer Billionen zur Verfügung hat, lässt sich von den Underdogs sowas nicht aufzwängen. Ohne Revolution bleibt sowas ein Traum. Und nach einer Revolution wäre sowas gar nicht mehr nötig.

      • Benutzer gelöscht  •  2021-04-26 11:51:27

        Ich finde aber den Ansatz interessant. natürlich trägt der Unternehmer das Risiko und kann aus meiner Sicht auch selbst entscheiden, in welche Richtung er im Rahmen des geltenden Rechts sein unternehmen weiterentwickeln möchte. Aber es ist schon eine Diskrepanz, dass Gewinnausschüttungen und Lohnerhöhungen nicht aneinander gekoppelt sind. Wenn ein Unternehmen 2% Gewinn erwirtschaftet hat, bedeutet dies ja, dass nur 98% des Umsatzes für die gesamten betrieblichen Ausgaben aufgewendet werden mussten. Da die Lohnkosten aber nur einen Teil dieser 98% ausmachen, könnten ein Teil der Gewinnausschüttung ja an die Lohnkosten gekoppelt werden, also zum Beispiel die 2 %. Rechenbeispiel: 100 € Einnahmen, 98 € Ausgaben, davon 30€ Lohnkosten. 2% Gewinn = 2 €, 2% Lohnerhöhung sind 0,60€. Also, 60 cent der 2 Euro Gewinn werden als Jahresprämie an die Beschäftigten ausgeschüttet.

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        • Manfred E aus F

          Und was wir bei Verlust gemacht?

          • JJK

            Darüber gemeinsam beraten, dann entsprechend handeln. Nullrunde, Lohnverzicht, Entlassungen, Spartenverkauf oder Kreditaufnahme für eine strategische Neuaufstellung, oder, oder, oder. Also, ähnlich wie sonst auch, aber nicht über die Köpfe hinweg, sondern mitbestimmt.

            • Manfred E aus F

              Ob das funktioniert...
              Ich hatte das glück in einer firma zu arbeiten, in der genau so etwas gemacht wurde. Etwa 1 mal im monat versammelten wir uns (wir waren etwa 10-15 mitarbeiter) und berieten was war, was ist und was sein sollte. Der chef war SEHR entgegenkommend. Zum einen waren aber 2-3 leute dabei, die völligen unsinn redeten. Depremierender aber war, das nach etwa 1 jahr das ganze eingeschlafen ist. Aus mangelndem interesse der arbeiter! Sehr depremierend!
              Die idee ist super!!! Aber ich habe zweifel das es in der praxis funktioniert. LEIDER!

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        • Faulkater

          Natürlich sind Mitarbeiterbeteiligungen eine gute Möglichkeit.
          Aber letztlich gibt es seit langem einen bewährten Mechanismus, und der heißt Gewerkschaft, Tarifverhandlung, notfalls Streik. Wenn Unternehmer dicke Gewinne einstreichen, sollten sie hin und wieder auch mal verspüren, wem sie die Gewinne zu verdanken haben.

          • Manfred Sonnemann

            In der Zeit als die Arbeitnehmervertretung (Gewerkschaft) die Arbeitnehmer noch vertrat, wurden Tarife ausgehandelt, deren Höhe aus der Hälfte des Produktivitätszuwachses und dem Inflationsausgleich bestanden. Nun sind aber nur weniger als die Hälfte der Unternehmen in der Tarifbindung. Deshalb muss die Tarifbindung wieder Pflicht werden und die Gewrkschaften müssen bei den Tarifverhandlungen den Produktivitäsfortschritt wieder berücksichtigen.

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            • Gabi

              Leider ist die Institution Gewerkschaft bei den Arbeitnehmern ziemlich out.
              Wie hoch ist denn der Organisationsgrad? 20% optimistisch geschätzt. Auf die Gewerkschaft kann man sich nicht stützen.

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            • Guido Riga

              Eine generelle Vermögens-Obergrenze von 10 Mio. Euro einführen, alles darüber 100% besteuern und gebundene private Betriebsvermögen darüber in Genossenschaftsanteile für die Beschäftigten umwandeln. Das würde die Beschäftigten zu Miteigentümern der "Wirtschaft" machen und es wäre der Einstieg in ein anderes Gesellschaftssystem, in ein Genossenschaftssystem und die Demokratisierung der Wirtschaft. Gemeingüter sollten generell in Gemeinschaftseigentum übergehen.

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              • Peter M.

                Profite / Gewinne aus der Wirtschaft sind doch nichts anderes als Gewinne aus der Ausbeutung, Verarbeitung und dem Verkauf des Planeten und seiner Geschöpfe. In unserem Land gilt immer noch der als Gewinner, Elite und Vorbild, welcher am meisten den Planeten und seine Wesen ausbeutet, verarbeitet und verkauft. Wenn die Menschen eine höhere Beteiligung fordern und nach Geld schreien, wollen sie ebenfalls davon profitieren. Es sollte sich keiner mehr an dieser Form der Wirtschaft beteiligen, wo jeder Euro das Fünffache an Schaden und Leid in der Natur bzw. auf dem Planeten verursacht. Als Arbeit zählt einzig und allein das Anpflanzen von Dingen, welche unser Körper benötigt, weil wir außerhalb unseres artgerechten physikalischen Lebensraumes / Paradies / Garten Eden / das von Gott für uns vorgesehene Land leben, weil wir uns unkontrolliert mit den Instinkten eines Beutetiers in das Unendliche vermehrt haben und sich deshalb überall als Metastasen im Organismus Erde verbreitet haben.

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                • Anemone

                  Das gute alte Prinzip der Genossenschaft! Ist zwar etwas umständlich (ähnlich wie im Verein;-), aber bewährt. Wenn das dann noch dezentral, d.h. lokal, statt global konzentriert würde, könnte man etwas bewegen. In dem interessanten Film "Tomorrow" gibt es zahlreiche Beispiele für so eine "glokalisierte" Gemeinschaftsform: https://www.tomorrow-derfilm.de/ Übrigens habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn ich einen genossenschaftlich organisierten Dienstleister, z. Bsp. Kurier, beauftrage, erhalte ich eine viel bessere Leistung. Ist ja auch klar, die Mitarbeiter*innen sind ja beteiligt!

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                  • jochenmabuse

                    Große Konzerne sollten in Volkseigentum überführt werden, zumindest wenn es um Gesundheit, Wohnen, Versorgung (Strom, Wasser,Gas, Internet) und schwerindustrie geht. Das war auch nach 1945 das Ziel der SPD.

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                    • Uwe Mergel

                      Ich gönne jedem Arbeitnehmer aus vollem Herzen diese Gewinnbeteiligung, da ich nie Vorzüge solcher oder auch kleinerer Art bei meinen befristeten Jobs bei Bildungsträgern genießen durfte und nun von ab bin, kleiner Rentner. Aber was passiert, wenn das Unternehmen in Schieflage fällt, wirtschaftlich schlecht und schlechter dasteht? Wer am Gewinn beteiligt sein will, was ist dann beim Gegenteil, bei Verlusten? Soll nur ein Denkansatz sein, hier sollte man sehr aufpassen. Und bei Unternehmen mit Aktionären etc., wie will man das dann regeln, denn erst kommen ja neben den oberen Manageretagen bei Gewinnen dann die Aktionäre, die ja auch nicht gerne leer ausgehen.

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                      • Matthias

                        Arbeiter/-innen müssen einen Teil ihres Entgeltes als Kapitaleinkünfte erhalten oder noch besser als Kapitalanteile ausbezahlt bekommen, gemäß dem Marxschen Motto Arbeiter zu Kapitalisten zu machen. Das würde eine völlig neue Bewegung in Tarifverhandlungen bringen. Und eine ganz andere Form der Mitbestimmung mit sich bringen.

                        • Piet Ording

                          Ich würde sagen, sie müssen Anteilig, zu 50, oder mehr Prozent bei den Mitarbeitenden ankommen - so das sie ihren Erfolg auch spüren, und nicht nur im Erhalt ihres Jobs. "Das würde eine völlig neue Bewegung in Tarifverhandlungen bringen. Und eine ganz andere Form der Mitbestimmung mit sich bringen." Dies ist natürlich sehr interprätativ. Das würde stärker, oder das würde schwächer - kann man darin frei interprätieren. Klingt nach, das kann gut sein, wie auch, das könnte schlecht sein.

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                        • Susanne

                          Würden dann nicht alle versuchen in Firmen zu arbeiten, wo ev. Gewinne ausgezahlt werden?
                          Wer würde dann noch im sozialen Bereich arbeiten wollen. Einem Kinderheim beispielsweise. Ich glaube, Firmen die Milliarden Gewinne machen, müssten anders zur Kasse gebten werden. Mit entsprechender Besteuerung.

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