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Begrenzung der Klassengesellschaft in Unternehmen

Benutzer gelöscht  •  2021-03-31  •    16 Kommentare  • 

In vielen Unternehmen existieren inzwischen in der Belegschafft in einer Klassenlosen Gesellschaft (theoretisch) beschleunigt durch die Agenda Reformen I , II und III (nicht hervorgerufen durch die Agenda Reformen) nun verschiedene "Klassen" von Mitarbeitern wie Festangestellte, Subunternehmer, Werkvertragsarbeiter, Leiharbeiter, Freie Mitarbeiter, usw. in unterschiedlicher Ausprägung.

Es ist häufig nötig und kann gar nicht abgeschafft werden, daher finde ich eine wirksame Begrenzung notwendig.

Mit fällt nichts dazu wie man wirksam, nachhaltig und nicht zum Schaden (oder nur geringen Schaden) von Unternehmen ausführen könnte?

In dem Fall würde ich sogar behaupten früher (vor den Agenda Reformen) war nicht alles gut aber vieles besser als jetzt. Kann man dahin zurückkehren, ich glaube kaum?

Welche neuen Lösungen bieten sich an?

Ich bin mir nicht sicher ob ein Verbot das richtige wäre, es ist nur das einfachste. Vielleicht ist es auch das beste?

Ich denke es sollte diskutiert werden ohne Denkverbote

Es sind dringend viele Änderungen notwendig da bin ich mir ziemlich sicher.

 

Kommentare (16)


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  • Thorsten S.

    Ich sehe dieses Problem auch als sehr groß an. Ich habe daher einen Vorschlag gemacht, wie man das Ziel einer würdevollen Arbeit grundsätzlich angehen könnte: https://deinepolitik.aufstehen.de/proposals/98-recht-auf-wurdevolle-arbeit

    Vlt. kann diese Idee eines "Rechts auf würdevolle Arbeit" auch auf die Trennung und Aufspaltung der Belegschaften antworten.

    • Benutzer gelöscht  •  Verfasser  •  2021-04-06 17:37:20

      Stimt, ich würde einfach den Artikel 23 der Allgemeinen ERklärung der Menschenrechte wieder in Kraft setzen: " Art 23 Abs. 2 Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit. ". In Deutschland speziell ist es in der LAndesverfassung des Landes NRW verankert, leider im Moment auch ausser Kraft gesetzt, allerdings Artikel 24. Wirklich toll geschrieben, leider findet es keine Anwendung da Bundesrecht, Landesrecht bricht: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=0&menu=0&bes_id=3321&anw_nr=2&aufgehoben=N&det_id=462346 (1) Im Mittelpunkt des Wirtschaftslebens steht das Wohl des Menschen. Der Schutz seiner Arbeitskraft hat den Vorrang vor dem Schutz materiellen Besitzes. Jedermann hat ein Recht auf Arbeit.

      (2) Der Lohn muß der Leistung entsprechen und den angemessenen Lebensbedarf des Arbeitenden und seiner Familie decken. Für gleiche Tätigkeit und gleiche Leistung besteht Anspruch auf gleichen Lohn. Das gilt auch für Frauen und Jugendliche. BITTE LESEN!

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    • Uwe Mergel

      Ich war seit der Wende nur atypisch- befristet tätig als Pädagogischer Mitarbeiter bei Bildungsträgern, hatte nur befristete Jobs ohne Zukunftsperspektiven und das war in diesem Bereich normal. Man wanderte der Arbeit und den von Kostenträgern beauftragten Trägern hinterher und musste froh sein, wenn man immer wieder oder schnell nach einem Ende einen neuen Job bekam. Und das Schlimme, man war doppelt bestraft, bekam nur Branchenmindestlohn und keine sonst für entfristete Leute übliche Zusatzleistungen wie Betriebsrentenanspruch, Versicherung etc. Man war voll gefordert, aber man war immer nur Mitarbeiter 2. und 3. Klasse. Den oberen und mittleren Schichten im Unternehmen ging es gut, auch den glücklichen entfristeten Leuten, aber man war als Befristeter auch nur so behandelt und geduldet. Und das soll normal sein in diesem System, hatte seit der Wende nie Mitarbeiterbindung und Betriebsverbundenheit von und an Arbeitgeber gespürt und gehabt. Die staatlichen Kostenträger kennen das!

      • Benutzer gelöscht  •  Verfasser  •  2021-04-03 16:01:19

        So sehe ich das auch aber eher in der Industrie, es ist soweit ich das beurteilen kann quai fast überall und in einer Mehrzahl der Betriebe ähnlich (es gibt immer Detailabweichungen). Niemand beschwert sich. Niemand regt sich auf. Alle haben nur Angst vor Arbeitslosigkeit. Für mich das schlimmste viele Leute haben Ihr Schicksal akzeptiert.Jede Diskussion wird abgewürgt mit der aus meiner Sich fadenscheinigen Begründung: "Arbeitsplätze"; bzw. "Gefährdung von Arbeitsplätzen". Mir fällt auch nicht wirklich viel ein, wie man das begrenzen kann, denn so wie Sie es hier Schreiben sind die Leute die es nicht betrifft dagegen solange bis sie selber betroffen sind, dann ist es aber zu spät.Es wird noch schlimmer davon gehe ich aus. Und es wird in Zukunft fast alle betreffen und keine Partei hat irgendein Konzept,auch die betroffenen nicht,die Betriebe und Gewerkschaften auch nicht. In den Medien wird nur über Hartz IV nicht jedoch I, II und III gesprochen. Die ja diese Umwandlung beschleunigen

        • Uwe Mergel

          Stimme ihnen da voll zu, viele Leute sind entweder noch zu satt und satte Bäuche wollen nichts ändern ODER man ist zu feige, zu ängstlich, wird gegeneinander bei der Arbeit ausgespielt, was ich oft erlebte und offen damit umging. Darum bin ich schon lange für den Gedanken BGE Grundeinkommen als Existenzsicherheit für alle Menschen und zu deren- unserer freien Entfaltung. Man darf nicht von unseriösen Arbeitgebern oder auch politischen Gegebenheiten erpressbar sein, man muss für sich eigene Wege finanziell abgesichert wählen dürfen. Diese Profitgesellschaft lebt auch von der Angst einer Masse von Leuten um Existenz und Job, das muss u.a. durch BGE o.ä. gestoppt werden.

          • Benutzer gelöscht  •  Verfasser  •  2021-04-03 21:56:19

            Es gibt bereits eine bedingtes Grundeinkommen in Deutschland: SGB II bzw. Hartz IV((angemessener Wohnraum, Krankenkasse und ca.400€)/Monat),bei folgenden Bedingungen: Arbeit suchen, nicht ablehnen, zwischen 18&67 Jahren usw. Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre erreicht wenn man im SGB II, Hartz IV die Sanktionen streicht. So einfach wäre das...die Höhe der Leistung ob nun SGB II oder Grundeinkommen ist schwer zu beantworten, wenn man einen Betrag rechnet der im Norden gut hin kommt sieht es im Süden schon wieder ganz anders aus. Es kann ja nicht zwei Grundeinkommen geben, daher entweder SGB II oder Grundeinkommen?

            • Uwe Mergel

              Viele vergessen, bei Hartz IV ist man sinnbildlich Geisel vom Partner- Partnerin, wenn die oder der auch nur knapp über Bemessungsgrenzen Einkommen hat, bekommt man nichts. Man ist also bestraft, wenn der Partner(in) arbeitet, knapp mehr hat als erlaubt, mir ging das oft so zwischendurch. Mit BGE muss man vieles ändern, auch im Arbeitsleben, Tätigkeiten neu bewerten, anerkennen, was heute nur ehrenamtlich oft geleistet wird. Auch steuerrechtlich muss man einiges ändern, BGE kann man sicher nicht über Nacht einführen. Ihr Gedanke ist gut, Hartz ohne Sanktionen zuerst lassen, vielleicht den Betrag für Kinder an den von Erwachsenen angleichen und Partnereinkommen nicht berücksichtigen. Ich habe was geleistet, will in Würde unabhängig existieren dürfen, nicht für meine Partnerschaft bestraft werden. Man könnte sicher Obergrenzen ggf. festlegen, bei sehr Reichen und Vermögenden, wenn meine Frau Millionär wäre, o.k., dann könnte sie mich auch noch nebenbei aushalten!

              • Benutzer gelöscht  •  Verfasser  •  2021-04-04 18:44:40

                Ob BGE gut oder schlecht ist kann ich nicht beantworten. Ich habe einiges darüber gelesen auch hier und im Internet. Es wird meist nur auf die Ausgeastaltung und die Finanzierung des BGE eingegangen. Nicht auf die folgen des BGE. Ich möchte nicht andere Vorschläge wie BGE schelcht machen; auf keinen Fall. Es ist nur so, dass ohne grundlegende Reform des Unterhaltsrechts es kein BGE geben kann; Beispiel: Eine Famielie zerbricht beide Partner erhalten BGE aber möglicherweise bleibt einer unterhaltspflichtig? Was wäre dann mit Rente (nicht die Rente sondern andere Leistungen wie nicht medizinische REHA usw.). Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Bundesagentur für Arbeit? Ich bin mir sicher, dass sich viele darum kümmern werden, die ebenfalls für BGE sind. Vielleicht ist BGE eine gute Möglichkeit aber es muss auch ein gutes und schlüssiges Konzept ausgearbeitet werden in einem komplexen System wie Deutschland mit all den verschiedenen Dingen.

                • Uwe Mergel

                  BGE muss erst mal als Gedanke rein in die Köpfe vieler Menschen aller sozialen Schichten, auch in Politik und Wirtschaft. BGE verlangt eine Veränderung in vielen Bereichen von Gesellschaft und Wirtschaft, das kann man nicht übers Knie brechen. Ich sehe da weltweit eine Mission, die Welt gerechter gestalten, Menschen sollten weltweit ohne soziale Ängste leben können, sich auch verwirklichen können. BGE könnte da eine Wende mit herbei führen, auch Fluchtursachen vieler Menschen nach Europa und besonders Deutschland beseitigen. Aber das ist eine Vision, Traum, Hoffnung, ich werde es sicher nicht mehr erleben.

                  • Benutzer gelöscht  •  Verfasser  •  2021-04-04 21:21:56

                    Das ist vermutlich richtig. Soziale Ängste sind vielfältig das stimmt. Jedoch ist die Angst um die Gesundheit teilweise wesentlich größer, nicht nur im Hinblick auf die derzeitige Pandemie. Selbst wenn es ein weltweites BGE geben würde, hätte die Menschen trotzdem noch Angst um ihre Gesundheit, Freiheit usw. In Deutschland gibt es bereits ein BGE allerdings mit einigen Bedingungen. Es hat die Situation allerdings nicht in der Gesamtheit volkswirtschaftlich/betriebswirtschaftlich verbessert; es hat vielen geholfen. Ob die Ausgestaltung des derzeitgen BGE (HARTZ IV) fehlerhaft sein könnte usw. steht teilweise schon fest, denn Millionen könnten ohne es nicht mehr leben. Ich gehe aber nicht davon aus, dass dadurch die Millionen die es beziehen es in Zukunft deutlich besser voran kommen können(nicht die Einzelfälle). Aus den Erfahrungen könnte man lernen, ein BGE besser ausgearbeitet werden könnte. Im Moment gibt es keine guten Ausarbeitungen. Vielleich können Sie ein gutes BGE entwerfen?

                    • Uwe Mergel

                      BGE- Befürworter und Experten streiten sich, man ist sich in vielen Fragen nicht einig. Für mich wäre wichtig, bei Hartz den Namen weg- Hartz ist ja kriminell belastet, dann Hartz Sätze für Erwachsene und Kinder gleich hoch- wie Erwachsene und keine Abhängigkeit vom Einkommen des Partners, der Partnerin. Bei sehr Vermögenden und Reichen kann man ja gerne Obergrenzen festlegen, wo dann mögliche "arme" Partner nichts mehr bekommen. Und ein Kindergeld sollte man nicht mehr bei Hartz anrechnen. Schrittweise sollte man Hartz- ALG 2 und die Ziele eines BGE zusammen bringen. Hartz war eine Verschlechterung für viele Leistungsbezieher, Schröder und sein Hartz haben der SPD damals keinen Gefallen damit getan in Punkto Ansehen bei Betroffenen.

                      • Benutzer gelöscht  •  Verfasser  •  2021-04-06 17:30:25

                        Harz existiert eigentlich nicht denn es heißt: Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II) - Grundsicherung für Arbeitsuchende, d.h. solange jemand arbeitssuchend ist, erhält man Leistungen (mit Bedingungen), d.h. wir haben bereits ein BGE. Es ist praktisch & theoretisch unmöglich ein anderes BGE zu schaffen, da es bis jetzt z.B. beim derzeitigen SGB II viele bis sehr viele Widersprüche und natürlich auch oft geklagt werden muss; 165.799 Widersprüche waren bei der Bundesagentur im Mai 2019 gemeldet. Welche Gerichtsbarkeit wäre denn dann für Ihr BGE zuständig? Man kann nicht ein schlechtes System das Millionen hilft durch ein neues schlechtes System ersetzen, denn die Probleme bei Harz werden nicht durch BGE behoben, da es ja nicht nur die Stufe IV gab sondern was viele vergessen auch noch I, II und III. Es wird auch kein neues System wie Bürgergeld kommen(selbe Problematik). Bekommt denn auch ein Millionär BGE? Ja natürlich, denn das ist der Unterschied zur Grundsicherung.

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                        • Uwe Mergel

                          Man muss da viel bedenken und verändern wollen und können und das in einem System, wo eben Geld die Welt regiert und Teile und Herrsche als Motto oben an steht. Es wird sicher noch Generationen dauern, um wirklich was zu verändern, denn vielen Leuten geht es doch heute gut und bestens, sie sind satt, warum dann was verändern. Wer wenig Einkommen hatte im Arbeitsleben oder auch mit Ersatzleistungen, der wird dann als Rentner eben doppelt bestraft. Mindestlohn führt in Altersarmut, lohnt sich da noch Arbeit?

                          • Benutzer gelöscht  •  Verfasser  •  2021-04-27 21:10:23

                            Geld regiert die WElt seitdem es Geld gibt, daran können wir nichts ändern. Ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass Rentner doppelt bestraft werden. Die interessante Frage ist doch: Warum kümmern sich die Menschen nicht vor Rente, dass sie höhere Einkommen und damit auch bessere Renten erhalten werden. Ich kann nicht für alle sprechen, aber ich vermute das überhaupt kein interesse besteht an höheren Löhnen/Gehälter. Es wird meist akzeptiert, damit die Vorstellung, dass schlecht bezahlte Arbeit besser ist als keine erfüllt wird. Daher sind dringend mehrere gesetzliche Änderungen nötig, damit Menschen die zwar theoretisch für höhere Löhne eintreten könnten dies aber nicht tun aus unterschiedlichen Gründen geholfen werden kann. Altersarmut ist sehr schlimm, sofern die Altersarmut erreicht wird und nicht vorher durch versterben entfällt. Bekämpfung der Altersarmut kann auf lange Sicht nur durch höhere Löhne/Gehälter verhindert werden. Da könnte sonst eine Welle möglicher Altersarmut kommen

                            • Uwe Mergel

                              In wirtschaftlich schwachen Regionen muss man froh sein, wenn man eine zumutbare Arbeit noch hat oder findet, das mag in Ballungsregionen anders aussehen. Man kann da kaum oder nicht wählen. Die Politik hat ja die Zumutbarkeit von Arbeit hart geregelt, da ist auch ein Mindestlohn oder Branchenmindestlohn zumutbar und man kann ja, wenn es nicht reicht, beim Staat bitten um Aufstockung. Und in vielen Berufsgruppen sind die Einkommen entweder hoch oder eben niedrig, da gibt es nichts zu verhandeln. Viele Leute bekommen ja lange Jahre oder ständig nur ein Mindestlohn, der eben später dramatische Auswirkungen haben kann- wird. Diese Welle wird kommen. Dazu oft nur die atypischen Jobs, Befristungen, AÜ- Zeitarbeit, Werkverträge, für gleiche Jobs so unterschiedliche Einkommen, Politik und Staat wissen das. Darum sollen wir ja eigentlich länger schuften, um danach hoffentlich bald umzufallen, so spart man sich dann die Rente ganz ein.

                              • Benutzer gelöscht  •  Verfasser  •  2021-04-28 11:30:58

                                Die Zumutbarkeit von Arbeit bestimmt jeder der arbeitet immer noch selbst. Es gibt keine Arbeitspflicht. Es scheint nur so, dass selbst die betroffenen keinerlei Interesse an einer Änderung haben, denn wenn niemand mehr eine Arbeit verrichtet dann müssen entweder Menschen gefunden werden die es dennoch tun oder die Arbeit wird nicht verrichtet. Nur wenn jeder sich verpflichtet fühlt oder denkt jedes niedrige Gehalt müsste akzeptiert werden dann liegt das Problem einerseits an den Menschen und zweitens an schlechten Gesetzen. Gesetze lassen sich ändern. Menschen können sich auch ändern ist aber komplizierter.

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