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MMT - Der neue Stein der Weisen?

Hans Gerber Hans Gerber  •  2021-03-30  •    9 Kommentare  • 

Hallo Leute, was haltet ihr von der Modern Monetary Theory (abgekürzt MMT)? Innovativ oder unsinnig? Könnte das eine neue linke Antwort auf die Probleme unserer Zeit sein?

Kommentare (9)


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  • Sabine - Berlin (AG WOHNEN)

    Wieso? Das ist mir zu wenig um hier darüber diskutieren zu können. Wieso könnte das eine neue Linke Antwort auf die Probleme (welche) unserer Zeit sein? Und was ist mit ungleich verteilten Vermögen? Super-Reich und Super-Arm. Das Problem löst man doch nicht durch die Produktion von frischem Geld ???

    • Petra Sch.

      Hallo Sabine, als Grundlage für eine Diskussion ist die Fragestellung von Peter, meiner Meinung nach, vollkommen ausreichend. Deine Argumentation warum du das Thema noch nicht mal für diskutierenswert erachtest, finde ich allerdings ein wenig dürftig. Ja, was ist denn mit ungleich verteilten Vermögen und Super-Reich und Super-Arm? Gerade dem rasanten Anstieg der Zahlen von Bürger*innen in Deutschland, die von Armut betroffen sind, kann doch eigentlich nur mit schnell verfügbaren Geldmitteln entgegen gewirkt werden. Zielführende Investitionen in Gesundheit, Bildung, Infrastruktur und Soziale Leistungen müssen nicht um jeden Preis durch Steuern rückfinanziert sein, dafür darf man auch gerne 'neues' Geld in die Hand nehmen. Super-Reiche und große Unternehmen sollte man natürlich auf jeden Fall höher besteuern, aber das schließt die MMT als Denkansatz für die Linke nicht automatisch aus.

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    • jochenmabuse

      Bitte, wo kann ich eine gut verständliche Einführung in die MMT. möglichst auf Deutsch, finden ?

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      • Mara

        Das, was ich bislang über MMT gelesen habe (z.B. auf den Nachdenkseiten), klang für mich ganz einleuchtend. Alles was der Staat sinnvoll ausgibt, sorgt dafür, dass die Menschen Geld zum Leben haben bzw. einen Job haben können, von dem sie leben können.
        Dadurch dass sich dann die Menschen gute Lebensmittel, eine Wohnung/ein Haus etc. pp. leisten können, geht das Geld wieder in die Wirtschaft, sorgt dafür das Arbeitsplätze erhalten bleiben oder geschaffen werden, Unternehmen investieren und Löhne erhöht werden usw.
        Klar dafür muss der Staat dafür sorgen, dass die Unternehmen nicht das Geld einsacken, um ein paar wenige reich zu machen. Staatliche Regulierung ist da sicher nötig. Soweit ich das verstehe, wird das aber auch bei MMT vorausgesetzt.
        Gibt der Staat Geld u.a. für Infrastruktur, Gesundheit und Umweltschutz aus und zwar so, dass die Menschen, die Tiere und unsere Umwelt davon profitieren, dann fließt auch das Geld in sinnvolle Märkte und Unternehmen.

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        • Petra Sch.

          Ich halte es für dringend erforderlich, dass die Linke einen überzeugenden Gegenentwurf zur unhaltbaren Position der Neoliberalen "Die Schwarze Null muss stehen" entwickelt. Dabei kann die MMT durchaus einige schlagkräftige Argumente dafür liefern, warum der Staatshaushalt nicht um jeden Preis ausgeglichen sein muss. Die Mehrheit der Bürger*innen hat doch inzwischen erkannt, dass der grundgesetzlich verordnete harte Sparkurs ihnen nicht nur Lebensqualität sondern mehr und mehr auch die Lebensgrundlage raubt. Mich als Wählerin der Linken ärgert es gewaltig, wenn Spitzenpolitiker der Linken in Sachen Haushaltsfinanzierung wiederkäuen, was die Regierenden von CDU/CSU/SPD seit Jahrzehnten propagieren. So kurz vor den Wahlen (ergebnisorientiert) macht es keinen Sinn ein anderes (moderneres) Finanzierungsmodel in den öffentlichen Diskurs einzuführen, aber nach den Wahlen sollte die Linke eine eigene Position zum Thema etablieren und die MMT dabei als Entwicklungsansatz aufgreifen.

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          • ULRICH

            Die MMT ist neutral.Wer die MMT von vornherein ablehnt, hat unser neoliberales Geldsystem so verinnerlicht, dass er/sie sich nichts anderes vorstellen kann. Es gibt im internet und auf youtube sehr gute Erläuterungen und Beispiele. Dazu sollte jedoch ein gewisses Grundverständnis unseres Geldsystems vorhanden sein, sonst ist die Alternative nur schwer zu begreifen. Fakt ist, dass unser derzeitiges Geldsystem nur einem Zweck dient - dem Machtgewinn und Machterhalt der privili-'gier'-ten Schicht der 'Weltelite' zu dienen. Wer einmal verstanden hat, dass Geld nichts anderes ist, als Vertrauen (in ein Stück Papier, eine Metallplatte mit Zahl, oder einer Zahl auf einem Kontoauszug), der wird schnell begreifen, dass es Alternativen gibt, die aber nicht gewollt sind. Ich empfehle zum Thema auch einmal die Auseinandersetzung mit dem 'Wunder von Wörgl'. Die MMT besagt, dass ein Staat in seiner eigenen Währung nicht 'pleite' gehen kann, solange er über werthaltige Ressourcen verfügt.

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            • pehausbeh

              Wenn man bedenkt woher diese Theorie kommt und sieht was passiert, sollte sich die Frage eigentlich erübrigen.

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              • JJK

                Daran ist rein gar nichts links. Die einzig wichtige, linke Geldtheorie steht in Marx' Kapital.

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                • Peter M.

                  Dennoch ist doch alles sowieso nur ein absurdes Spiel. Wenn Sie einmal alles hinterfragen, erkennen Sie deutlich, dass diese mit der wahren Welt / Natur absolut nichts zu tun hat und unser Gehirn nur irgendwelche Primärdaten wiedergibt. Politik / Demokratie / Wirtschaft / Geldabhängigkeit / das Monopoly um den Planeten Erde und seine Geschöpfe wurden uns nur andressiert bzw. falsch vorgelebt. Als Baby waren wir noch völlig „normal“. Unser Gehirn ist manipuliert und wurde in dieses „Spiel“ interniert. Siehe auch unter „Das Universum und die Dummheit des Menschen,...“

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